Ad Rollenprüfstandsmessung

In einem anderen Thread ([url=http://www.1000ps.at/forum/fb.asp?m=2107259]http://www.1000ps.at/forum/fb.asp?m=2107259[/url]wurde diskutiert, inwiefern die Messung der Höchstgeschwindigkeit am Rollenprüfstand sinnvoll ist (für 45 km/h-„„Geschosse““). Während ullybaer überzeugt scheint, daß bei diesen Messungen alles paßt, hat pezibaerracing - so habe ich es jedenfalls verstanden - gemeint, daß die Geräte zwar richtig messen (weil sie ja geeicht sind), aber nicht das, was wirklich interessant ist (wie schnell das Werkl unter Praxisbedingungen auf ebener Strecke wirklich fährt).

Interessantes Detail dazu: Vor zwei Jahren habe ich bei der Landesprüfstelle einen 50er-Roller meiner Frau zwecks Einzelgenehmigung vorgeführt, den sie aus D als Übersiedlungsgut mitgebracht hat. [An dem Ding war nie irgendwas verändert worden.] Der Prüfer drehte eine Runde mit dem GPS und stellte fest, daß er etwas zu schnell geht (wurde dann „„temporär behoben““…:wink: ). Auf die Frage, warum er via GPS mißt und nicht auf dem Prüfstand, meinte er sinngemäß, daß der Prüfstand ein Häusl ist und die Werte, die da rauskommen, keine Rückschlüsse darauf geben, wie schnell das Ding auf der Straße wirklich geht (am Prüfstand kämen immer deutlich zu hohe Werte raus). Deshalb mißt er immer so…

Ich bin kein Techniker, aber die Erklärungen von pezi leuchten mir ein - und offenbar ist er nicht der einzige Sachkundige, der das so sieht.

greetz,
mikerg

schau auch wenns der Ully ned kapiert oder ned kapieren will, wie heißts so schön: „Alles Leben ist Physik“ und auch hier geben physikalische Gesetze ganz klar die Regeln vor.
Leider kann man diese aber ned verändern oder beugen und i glaub des versteht der Herr Inspektor ned ganz :wink:

lg

Pezibär

damit noch nix zu tun gehabt, aber schon öfter gehört, dass die Messstände nicht so genau (im Sinne von zuviel anzeigen) sind. Denk mir, dass das ja logisch sein muss, denn diese Rollen werden weniger Widerstand haben als die Strasse usw…

zwar kein techniker, aber so wie’s der pezibär schildert und erklärt erscheint es für mich als logisch und vermutlich auch richtig.

das problem ist das der gesetzgeber per verordnung (das ist auch ein langwieriger prozess wo verschiedene „experten“ ihren senf abgeben) bestimmt mit welchen geräten gemessen wird … und diese messergebnisse sind dann sowohl für die exekutive als auch für die behörde für deren weitere schritte massgeblich.

es bringt also nix, wennst jetzt den nächsten polizisten bei so einer messung mit dem arsch über’s gesicht fährst und ihm zu erklären versuchst dass die rolle eigentlich ein schas ist und das ergebnis ein falsches ist … er darf nur diese walze verwenden und hat sich an das ergebnis dieser messung zu richten.

greez vom yeti

(vorweg ich stimm dir zu das de dinger ned genau san)

aber warum ein eigener post??? war der andere schon zu voll??

offtopic. Und ich finde, das Thema ist nicht unwichtig.

Wer aber das weinerliche Startposting des anderen Threads liest (wääähhh - sie hom mir’s Taferl zwickt - i sog’s dem Papa!), liest dann vielleicht nicht mehr alle > 70 Antworten…

greetz,
mikerg

und ich hab auch nicht geschrieben, dass ich es gutheiße was da mit den Mopeds punkto Manipulation abgezogen wird.

Dass die Meßmethode allerdings Unsinn ist ist ein anderes Kapitel.
Es war in Zeiten vor der Laserpistole auch so, dass man amtlicherseits die Meinung vertrat, ein Polizist dürfe und könne(!!!) Geschwindigkeiten schätzen.
Auf Grund dieser Schätzungen wurden auch Anzeigen erstattet, Strafen verhängt und Führerscheine entzogen.
Es gab dann einige Prozeße deshalb. In einem dieser Prozeße war auch mein damaliger Chef als Sachverständiger beteiligt, da wurden Meßreihen durchgeführt die mehr als eindeutig belegten, dass die Schätzerei grober Unfug war.
Da wurden Differenzen von mehr als 20 km/h offenkundig, abhängig vom Fahrzeuggeräusch, der Größe und man höre und staune auch der Farbe.

lg

Pezibär

gschicht grad durchglesen, des wos du erklärst is einfach und verständlich, aber für kiwara mit an brett vorm hirn natürlich nicht zu verstehen, besser gesagt er wills ned verstehen, sonst müßtn`s zugeben das sie das machen was ihnen am meisten spass mocht, nämlich ned denken, und ihrem leitspruch treu bleiben:" vorschrift is vorschrift" - ein hoch auf unsere steuereintreiber ;-))

g.

alfred

eigentlich irgendwie immer in SChutz gnommen, weil er doch oft zumindest versucht hat, objektiv und sachlich zu bleiben.
In diesem Fall muß ich aber dir und dem Öarp Abbitte leisten, ihr habts recht gehabt.

lg

Pezibär

eh jeder seine eigene meinung bilden, i bin do sicher a wengerl extrem;-)
aber wos mi wirklich aufregt is genau diese einstellung, bevor die zugeben das scheisse verzapfen, i weiß ned was da passieren muß, solche gibts auch genug unter anderen berufsgruppen, aber nirgends is do so extrem verbreitet wie bei der kiwarei, und dann wundern sie sich das kana leiden kann.
kurze gschicht:
die kiwarei hot ihre „weiterbildungstage“ teilweise bei auto und moperlhändlern (zwecks üben am objekt) bei uns in der ausstellungshalle ghobt,wos die fürn scheiss verzapfen, wenns um technisches wissen geht is unwahrscheinlich, nicht mal ich hätts glaubt wenn is ned selber mehrfach miterlebt hätte.

den meisten felht es an technischem grundwissen jeglicher art, wos dazu führt, das die einäugigen die blinden ausbilden- echt super !!!

g.
alfred

du hast nur versucht zu erklären dass die verwendeten geräte offenbar nicht in der lage sind, die tatsächlich auf der strasse zu erreichenden geschwindigkeiten zu messen … und ich persönlich finde es gut so wie du es erklärt hast. für mich ist das ganze nachvollziehbar und logisch.

es gibt eigentlich eh nur ein legistisches problem, weil darauf noch nicht reagiert wurde. aber das ist ja immer so dass die rechtliche komponente hinter der entwicklung und dem fortschritt nachhinkt.

greez vom yeti

anschneidest, auch zu uns „Halbwissern“ kommen sie ab und zu, kann deine Erfahrungen nur bestätigen.

Bei dieser Gelegenheit eine selbsterlebte Geschichte:

Wir hatten von 1989 bis 1999 zweimal im Jahr einen vierwöchigen Vorbereitungskurs für die Facharbeiterprüfung zum Berufskraftfahrer laufen. Bei diesem Kurs deckten wir den technischen Teil der Ausbildung ab.
Nach dem EU Beitritt haben sich gravierende Dinge geändert unter anderem die BEstimmungen über die Mindestprofiltiefe. (Ich weiß allerdings das Jahr nimmer genau wann das scharf wurde)
Da beim Kurs das Thema „Bereifung“ ua. auch mir gehörte war natürlich diese Frage sofort am Tapet. ZU meiner Schande mußte ich gestehen, nicht zu wissen ob jetzt noch das „alte“ österreichische Gesetz oder schon das neue EU Recht gilt. Kein Problem meine Herren, meinte ich, werden wir gleich wissen. DIe Polizei mietet nämlich regeläßig unseren Turnsaal und macht dort für einen Tag Hüpfte&Springte. Just an dem Tag waren sie wieder da.
Also ich ab in den Turnsaal, hin zu unserem damaligen Postenkommandanten mit der BItte um Auskunft.
Resultat: ein großes Fragezeichen im gesicht „Gehts Kollegen, kummts her amoi!“ Fazit: Keiner der anwesenden 44 Kiberer konnte wirklich sagen welches Recht jetzt gilt. Fein, wenn dir solche Leute dann wegen Profilgschichten sicherheitshalber halt des Taferl zupfen…

lg

Pezibär

die san bei mir in der halle gestanden und haben darüber gerätselt warum die moped motren alle unterschiedlich stark sind in der praxis.
nachdem ich ihnen gsogt hob das es eine serienstreuung bei der fertigung gibt, und folglich welche dabei sind die besser, und andere die schlechter gehen, hobens mi angschaut als ob`s des zum ersten mal gehört hätten, dann hat einer mit der ansage geglänzt:" des kann aber ned sein, weil in die typenscheine, sprich papiere, steht aber immer die gleiche leistungsangabe, und wenn des dort steht, dann hat des auch so zu sein…hihihihi

solche aussagen sprechen bände !!!

so schluß jetzt, sonst muß ich an roman drüber schreiben.

g.

alfred

Guten Tag zusammen!

Nach langer Zeit muss ich mich auch wieder mal zu Wort melden.

Ich bin ja auch im Polizeigewerbe tätig und auch durchaus an der Verkehrssicherheit interessiert.
Ich sehe die Sache aber nicht ganz so eng wie vielleicht mancher Kollege.

Trotzdem ein paar Gedanken/Erlebnisse von mir in Bezug auf diese ganze Messgeschichte…

Tatsache ist, dass es an den Gesetzen der Physik nichts zu rütteln gibt.
Tatsache ist auch, dass es verschiedenste Messmethoden gibt, die dann auch ein mehr oder weniger genaues Ergebnis bringen.
Tatsache ist weiters, dass ich als Polizist mit den Geräten arbeiten muss, die mir zur Verfügung gestellt werden.
Ich bin kein Techniker und muss mich danach richten bzw. mich darauf verlassen, dass diese technischen Geräte funktionieren.
Der Konstrukteur wird sich bei seiner Arbeit ja hoffentlich was gedacht haben…

Zu der Sache mit den Rollenprüfständen:
Dieses Gerät ist relativ einfach aufgebaut und es sollte wohl jedem klar sein, dass dieses Ding nicht die Krönung der Messtechnik ist.
Aufgrund der amtlichen Eichung gehe ich aber wohl davon aus, dass das Gerät unter den vorgegebenen Bedingungen eine korrektes Ergebnis liefert.
Ich glaube durchaus, dass diese vorgegebenen Messbedingungen nicht unbedingt mit den real im Straßenverkehr gegebenen Bedingungen übereinstimmen.

Nicht umsonst sind aber bei Messungen mit diesem Gerät durchaus großzügige Toleranzen vorgesehen.
(Wie vertragen sich Toleranzen mit den Tatsachen der Physik?)
Von den gesetzlich erlaubten und vorgesehenen 45km/h für Mopeds is da e schon lange keine Rede mehr.

Letztlich bin ich sogar überzeugt, dass das Messgerät nicht die tatsächlich erreichbare Geschwindigkeit anzeigt.
Sehr wohl ist es aber in der Lage eine gewisse Tendenz anzuzeigen.

Nicht jedem der mit seinem Moped auf die „Walze“ fährt, wird das Taferl abgenommen.
Komischerweise gibt es Mopeds bei denen vom Gerät 50 angezeigt wird und die dann auch 50 fahren. Und wenn 60 angezeigt wird is es auch kein Problem.

Aber wenn das Messgerät 80 oder gar 100 anzeigt, dann kann mir keiner erzählen, dass die Mopette auf der Straße „e nur“ 60 geht.

Natürlich muss nicht immer eine illegale Manipulation am Motor die Ursache für die hohe Geschwindigkeit sein.
Wir kennen ja alle das Problem, dass an sich potente Motoren vom Hersteller irgendwie „abgewürgt“ werden um Gesetze oder (Abgas-)Normen zu erfüllen.

Wenn das nicht so richtig funktioniert, ist das aber ein Problem von Hersteller/Kunde.
Nicht vorrangig ein Problem der Polizei…

Gruß
Alex

Exekutivbeamte dürfen die Geschwindigkeit nicht ‚schätzen‘.

Nur kann ein Exekutivorgan Aufgrund seiner Ausbildung feststellen das ein Fahrzeug schneller als erlaubt gefahren ist.

Schätzen ist keine Basis für eine Amtshandlung.

Kalle_B.

das war doch herzergreifend, das geraunze ;-))

ein Moped, welches REAL im 6. gang bei 6000 umdrehungen bei 60 kmh „ansteht“, aber bei einer theoretischen drehzahl von 10.000 (abregelgrenze) 100kmh erreicht, wird deswegen net 100kmh gehn…

wenn prüfstand, dann leistungsprüfstand mit wirbelstrombremse!

lg

hab jetzt Deine und Ullis „Disput“ im anderen Fredl Quergelesen.
Die Frage, die sich stellt: Dürfen die Mopeds IN KEINEM FALL die 45 kmh überschreiten, dann müsste man via Tacho oder Drehzahl Hinterrad elektronisch abregeln, oder dürfen sie nur „auf trockener ebener Fahrbahn bei Windstille“ nicht schneller gehen, dann kann jeder Kennzeichenentzug beeinsprucht werden, WEIL MIT UNTAUGLICHEN MITTELN GEMESSEN wurde. Die UVS Urteile, die der Ulli angibt, haben kein einziges das Meßverfahren sachlich fundiert angegriffen, daher wurde es nicht bezweifelt. Das Problem ist, man müsste das Moped, wenn nix gemacht wurde ( und NUR DANN ) der Polizei zur Aufbewahrung und dann dem Eichamt zur Messung geben, erst dann wärs beweiskräftig.

3lg
harald

[url=http://www.1000ps.at/forum/fb.asp?m=2103948]http://www.1000ps.at/forum/fb.asp?m=2103948[/url]

klick dich durch die antworten vom ully und mir.
auch der diversionbiker (der davon ausgeht das bremsflüssigkeit nicht getauscht werden muss) ist der meinung das passt schon alles so …

wie gesagt, die rolle ist schwachsinn.

lg

dürfte kein Moped (wenn es in Österreich ein Moped sein möchte) aus eigener Kraft schneller als 45 km/h fahren.

REAL schaffen es jedoch einige Mopeds (aus welchen Gründen auch immer) diese Grenze zu durchbrechen.

Folge: bei Kontrolle Taferl weg

Gruß
Alex

PS: I hed auch gern so ein Wirbelstromdingsbums… vermutlich is es aber ziemlich teuer.