bin am verzweifeln

hallo
ich fahre jetzt seit ca. 2 jahren mit meiner kawasaki z1000,
und irgendwie hab ich ein echtes problem mit langsam fahren,
und zwar macht mir dann das kurvenfahren, nicht nur keinen spaß mehr,
sondern macht mir richtig probleme.
mir kippt das motorrad immer zuviel in die kurve,
entweder fahre ich die kurve eckig
oder
ich habe voll den knick im oberkörper und drücke
somit mehr oder weniger das motorrad in jede kurve.

hat noch jemand so ein ähnliches problem oder bin ich einfach nur unbegabt???

könnt ihr mir tipps geben wie ich das so schnell wie möglich los werde,
damit ich normal motorradfahren kann.

besten dank an euch
gruß
Kawarider

Fahrsicherheitstraining ?? ÖAMTC, ARBÖ, Polizei, div. Ringveranstalter etc.
 
mfg
wogi, der auch Serperln nicht verachtet.

Hallo Kawarider
 
Stützrädern, Autofahren, zu Fuss gehen … würde alles helfen. :slight_smile:
 
Aberim Ernst:
Das ist auf die Distanz etwa so schwierig einzuschätzen wie die Beschaffenheit der hinteren Seite des Mondes.
Grundsätzlich können drei Sachen Schuld sein:

  • Fahrer
  • Fahrwerk
  • Reifen
     
    Ich fange hinten an: Reifen
    Hast Du Reifen mit spitzer Kontur (z.B. Michelin) ist das Handling-fördernd. Haben Reifen zuviel/zu wenig Luft, kann das was ausmachen. Ich habe schon Fälle gesehen, in denen die Reifen falsch montiert worden (Rotationsrichtung), das gibt ebenfalls hässliche Effekte.
    In der Regel gilt: Je abgefahrener der Reifen, desto eher der von Dir beschrieben Effekt. Solltest Du den 2CT von Michelin haben (road oder power) ist das Fahrverhalten normal, wenn er abgefahren ist, weswegen ich nur noch den normalen PiPo fahre.
     
    Fahrwerk:
    Hochgelegtes Fahrwerk unterstützt jedes reinkippen. Wenn Du also ein unterlegtes Heck hast: Raus damit, Ruhe ist. Zu weiche Gabel im Zuusammenhang mit dem Reinbremsen in Kurven kann hier ebenfalls ein Grund sein.
     
    Fahrer:
    Ja, und Du musst nicht unbedingt unschuldig sein. Wobei: Wenn du die Kiste über die Hüfte drückst, machtst Du schon viel richtig. Wer einfach gerade drauf sitzt als hätte er einen Besenstiel im Arsch fährt in der Regel zu passiv. Drückst Du über die Hüfte rein, bist Du aktiver am Lenker, kannst also auch schneller reagieren. Wenn dann das Bike also macht, was du willst, lass es so. Passt. Und sonst: Mal von einem Profi coachen lassen (Fahrlehrer, nicht Froind von Dir).
     
    Gruss
     
    Sam
     
     

was verstehst du unter „langsam fahren“?

ziehst du am kurvenäußeren lenkerende, schiebst du das innere nach vorn, oder fährst nur rein mit körpereinsatz?

„eckig“ fahren nennt sich slow in-fast out, „normal“ wäre out-in-out - hast dein problem eigentlich immer schon gehabt, oder is auf einmal aufgetaucht?

greetings
iffy

Also mi rhaben die Fahrtechniktrainings bei ÖAMTC und bei der Polizei ( [url=http://www.vfv-wien.at/]http://www.vfv-wien.at/[/url] ) sehr geholfen…und dieses Buch ( [url=http://www.amazon.de/H%C3%A4lfte-Motorrads-Einheit-Maschine-Bestseller/dp/3613022680]Amazon.de).

ÖAMTC ist teuer aber gut, VFV ist sehr viel günstiger aber auch gut - ich würd beide als sehr professionell bezeichnen sind aber nicht unbedingt Ersatz für einander - ich hab bei beiden gelernt. Beim ÖAMTC gehts bei den Geschwindigkeiten noch mal deutlich rauf. VFV macht Training im City Tempo und ÖAMTC dazu auch im Überland-Tempo - ganz grob gesprochen. Beide zu empfehlen.
Beim ÖAMTC bin ich letztes Jahr auch Trail gefahren und darauf hin hab ich mich auch beim VFV heuer fürs Trail angemeldet - ist man zwar schwer KO - ab er da gehts wirklich zur Sache - die Dinger sind nicht leicht zu fahren - das ist Hardcoremotorradfahren - in einer Minute Trail lernst mehr als in 30 Minuten auf der Straße.

Und das Buch beschäftigt sich 70% mit deinem Kopf - wirklich sehr interessant - mit Dingen die du machts vo denen du gar nichts weißt - und natürlich auch Fahrphysik…ist was fürn Winter.

hab wie gesagt das problem nur beim langsam fahren, so um die 80 - 100 km/h.
wenn ich voll auf die tube drücke dann kippt mir das motorrad nicht undkontrolliert in die kurve,
vielleicht weil ich beim schnell fahren auch die schräglage brauche.
hab letztes jahre ein fahrsicherheitstraining beim öamtc gemacht inkl. trail frahren.
hat echt viel gebracht, und darum möchte ich heuer gerne wieder eins machen aber am ring.

die blicktechnik richtig durchzuführen ist leichter gesagt als getan, nochdazu auf der landstraße
wo ich immer wieder knapp vor das motorrad schauen muss eventuell wegen bitumen oder sonstigen,
und vielleicht auch dann wenn ich um die kurve garnicht herum sehe dann fällt mir das mit dem
weit vorausschauen noch schwerer.

beine bereifung war die letzten dreimal pirelli diablo rosso corsa und seit ein paar tagen ist es der metzeler sportec m5.

So, jetzt haben wir´s:
Wenn Du knapp vor´s Vorderrad guckst, dann hast Du genau diese Probleme.
Blick weit in die Kurve rein (Scheitelpunkt/Ausgang) hilft. Sonst eierst Du von Punkt zu Punkt. Und dann gibt´s Ecken.
Und: Man fährt hin, wo man hinguckt. Guckst Du auf den Boden, fährst (fällst) Du dahin.
 
Gruss
 
Sam

wenn du also um die bitumenflicken und anderes zu sehen immer direkt vor’s vorderrad schauen mußt, dann solltest vielleicht doch die anschaffung einer sehbrille ins auge fassen!

ich sitz’ auf meiner kiste deutlich höer als du, habe grundsätzlich nie die möglichkeit, im sitzen mein vorderrad zu sehen, aber bitumenflicken und anderes habe ich bisher noch nie übersehen… eigentlich seh’ ich sie gar nicht, weil ich immer auf die bitumenfreien stellen dazwischen schaue… darum geht’s eigentlich bei der blicktechnik, nicht dorthin zu sehen, wo die gefahr ist, sondern dorthin, wo KEINE ist! und dazu solltest möglichst weit nach vorne schauen! wenn du gehst, schaust ja auch nicht auf die 10cm vor deinen füßen, oder??? und mopedfahren ist wie gehen, nur ein wenig schneller…

problem erkannt, problem —> is keins. reine gewöhnungssache.

der is so steil bzw hoch, dass des mopped recht kippelig wird.
kein vergleich zu den „niedrigeren“ konkurrenten.
des äussert sich eben in dem von dir beschriebenen „problem“. wennst des weist, kannst dich aber drauf einstelln und dafür noch mehr spass damit haben :wink:
is etwas nervöser als die nicht-ganz-so-hohen pneus, oba ich finds echt genial

greeeeeeeez, ich

wie fährst du denn in die Kurve bzw durchfährst sie denn genau?

Also

  • wie weit bremst du in die Kurve rein bzw. ab wann gibst du wieder Gas bzw. „legst Gas an“
  • wie leitest du die Kurve ein (aktiver Impuls - oder eher passiv)
  • wie fährst du an - Linienwahl (möglichst von außen, später Einlenkpunkt etc.?)
  • wohin schaust du (am Boden vor dem Rad - ned gut - eher weit in die Kurve hinein mit nur kurzen Blicksprüngen falls nötig)

LG

moanst mich mit der fragä?

oiso… ich schau, dass i goanit ind kurvn brems, sondern des schon davor erledige. dafür immer mit aglegtem gas ums eck.
einleiten? na a kurzer zucker am lenker und des ding foit eh ind kurvn, so wies sein soll
wenn i a streckn nit kenn schau i dass i möglichst mittig bleib, so hab i beidseitig no spazi zum korrigiern. wenn i wos kenn, dann hoid aussen-innen-aussen-
schaun tu i grundsätzlich dorthin wo i hinwill. wenn a felswand/wald im weg is (solls kufeninnerseitig jo manchmal gebn) dann stell i ma es end vo da kurvn vor und schau halt solang bis ichs seh auf die wand/wald …

noch fragen?

greeeeeeez, ich

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* Lerne „Countersteering“.

  • Lenker nicht festhalten - nur Impulse, Korrekturen und dezentes Gegenhalten.

  • Fahrdynamik verstehen. 

hä?

greeeeeez, ich

Oder dein Lenkkopflager is hin bzw. ausgeschlagen. Dann fühlt es sich auch so an als ob das Motorrad unkontrollierbar in die Kurve kippen würde.

Hi Kawarider,

zwar gab es hier jetzt schon viele Tipps für unser Problem, trotzdem möchte ich Dir unbedingt noch ein Buch empfehlen.

Mir ging es nämlich genauso wie Dir, ich war in den meisten Kurven nicht in der Lage eine saubere Linie zufahren, hatte immer ein kippeliges Gefühl. Ich hatte deswegen sogar vorzeitig auf eine andere Bereifung gewechselt. In meinem Fall lag es aber weder am Fahrwerk noch an den Reifen sondern ganz an mir allein.

Viele Zusammenhänge beim motorradfahren laufen ganz unbewusst und eben manchmal auch unbewusst falsch ab, das ist mir beim lesen von „Die obere Hälfte des Motorrads: Über die Einheit von Fahrer und Maschine“ von Bernt Spiegel klar geworden.

Prof. Dr. Bernt Spiegel ist Psychologe und Verhaltensforscher, müsste mittlerweile um die 85 Jahre sein und fährt die Nordschleife nach eigenen Angaben mit seiner Fireblade noch unter neun Minuten. Wer ab und zu die MOTORRAD lies kennt Prof. Dr. Bernt Spiegel von der Serie „Professor Spiegels Fahrtipps“ für die er den Christopherus-Preis erhalten hat.

Vielleicht findest Du auch neue Erkenntnisse in dem Buch, würde mich freuen von Deinen Erfahrungen zu hören.

Viele Grüße, Anna

 
Auch gut: „A Twist of the Wrist“ von Keith Code - gibt´s als DVD bei Luis denk i. Inhalt u. a.
 
COUNTERSTEERING!!!

lol

Ins Spital? :grin: :grin: :grin:

Dr. Pezi

… bäs :grin: :grin: :grin:

Vielleicht sind auch nur die Reifen platt gefahren, dann hast einen ziemlichen Kipppunkt.