Die guten alten Zeiten (Lärm-Image...)

Gutgemeinte Ratschläge nutzen erfahrungsgemäß nichts - die Dummheit
stirbt nie aus!
Das dies schon 1912 galt, und auch heute noch gilt, sollen ein paar
steinalte Publikationen beweisen:

Der Drang, auf dem Motorrad aufzufallen zu provozieren, um die Wette zu
fahren, ist so alt wie das Fahrzeug selbst. Die Themen Sicherheit, Lärm,
Diskriminierung, auch Beamtenwillkür in Bezug auf das Motorradfahren
wiederholen sich immer wieder…

Bereits am 29. Juni1913 erschien in der New York Times ein Artikel mit
der Überschrift „Motorradfahrer immer in Gefahr“
…sie sind gefangen im Geschwindigkeitsrausch, und es lohnt sich für
sie…

…weil man nicht Motorrad fährt, wenn man ungesehen bleiben will,
zeichnet sich der Graben, der die Bikergemeinde in zwei Lager teilt, durch
die Qualität der Aufmerksamkeit aus, die diesseits und jenseits
erwünscht ist: Auf der einen Seite stehen diejenigen, die sich als
verantwortungsbewußte Bürger betrachten möchten, auf der anderen
diejenigen, die lieber tot umfallen wollen, als dabei ertappt zu werden…
(1913 !)

…zum Lärm, der häufig den Grund für böses Blut liefert, ist zu sagen,
dass praktisch alle Motorräder sehr leise laufen, dass jedoch die
vergleichsweise wenigen „Offene-Töpfe-Fanatiker“ die gesamte
Motorradfahrergemeinschaft in ein schlechtes Licht rücken… (1912 !)

…etwas weniger Voreingenommenheit und eine breitere Anerkennung
des Motorrades würde mehr Menschen den Zugang zu einem
begeisternden Freizeitvergnügen und sinnvollen Transportmittel eröffnen,
über das sich leider viele erhaben glauben… (1912 !)

In den zwanziger Jahren (1920) bereits schaltete Harley-Davidson
ganzseitige Anzeigen, in denen Motorradfahrer, die mit offenen
Auspufftöpfen herumfuhren, als „Idioten“ bezeichnet wurden. (Anmerkung:
Sollten es wieder tun)

Die genannten Themen sind heute noch genau so aktuell und typisch wie
damals. Sie provozieren Behörden, die Bevölkerung ebenso. Besonders
aber die „saubere“ Mehrheit der Motorradfahrer, die es satt hat, über den
selben Kamm geschoren und abgezockt zu werden.