Na toll…
Nachdem wir aus diversen Hotels geflogen sind weil
- einer meinte er muß vom vierten Stock mit den Skiern in´s Erdgeschoß und vorm Portier einen sportlichen Einkehrschwung in die Portierloge machen,
- ein Manager mal ein komplettes Zimmer zugeko… hmm… verunreinigt hat,
- ein Kollege - nachdem er freundlichst darauf hingewiesen wurde um drei in der Früh in der Lobby nicht mehr Klavierzuspielen - das Klavier mit einem Tritt geschlossen hat (die Tastatur und den Resonanzraum),
- ein anderer Kollege auf Grund der fehlenden Klaviermusik um halb vier seine Gitarre mit Verstärker auspackte,
- ein weiterer Kollege beim Schunkeln zur Gitarrenmusik durch ein Fenster mit 4x2,5m gestolpert ist
- mehrere Kollegen die magische Serviette - die sich an einem Ende aufhebt, wenn man sie am anderen Ende rollt - mit dem ca. 3x5m großen Perserteppich in der Lobby der 4* Absteige ausprobieren und der Rezeptionist daraufhin einen Schreianfall bekommen hat,
wurde das ganze Privat in die Firmengebäude verlegt…
nachdem dort dann kollegialerweise die Kollegen unterstützt wurden, die am 24. 12. Notdienst verrichten (na, net Notdurft) durften/mußten, und das ganze hin und wieder in familiär ungemütlichen Situationen endete (geh Spotzl, i kumm eh glei ham… wos, es is scho Neine am Obnd, na daunn isses eh scho egal… oder: soda, i geh Leitl, scheene Weihnochtn nu, i muaß no eikaufn - wos, warum sogt ma kana, daß es scho hoiba ochte is!!!) ist das ganze dann doch auf ein paar Tage vorher verlegt worden und gleich am Abend veranstaltet worden…
Hin und wieder wurde zwar darauf vergessen, die Firmenalarmanlage durch den Wachdienst abstellen zu lassen, wodurch einige Mitarbeiter mal in den Genuss kamen live zu erleben, wie ein Einsatz des Sonderkommandos der Polizei aussieht…
Naja… lange her…
Mittlerweile wurde auf Grund der Tradition beschlossen, solche Weihnachtsfeiern wieder aufleben zu lassen, aber kaum bekommt die Geschäftsführung davon Wind, kommen solche Mails reingeflattert:
Liebe MitarbeiterInnen,
wie schon in den Vorjahren wollen wir auch in diesem Jahr das
anstrengende Geschäftsjahr mit einer gemeinsamen Weihnachtsfeier im
Bistro beenden.
Da es im letzten Jahr einige etwas unerfreuliche Zwischenfälle gab,
möchte die Geschäftsleitung im Vorfeld auf gewisse Spielregeln
hinweisen, um die besinnliche Feier auch im rechten Rahmen ablaufen zu lassen.
1.) Wenn möglich sollten die Mitarbeiter das Gasthaus noch aus eigener
Kraft erreichen, und nicht im alkoholisierten Zustand von Kollegen
hereingetragen werden. Eine Vorfeier ab den frühen Morgenstunden sollte
vermieden werden. Es mussten letztes Jahr 63 PC´s augetauscht werden
weil Kollegen im betrunkenen Zustand Sekt darüber gekippt hatten.
2.) Es wird auch nicht gern gesehen, wenn sich Mitarbeiter mit ihrem
Stuhl direkt an das kalte Buffet setzen. Jeder sollte mit seinem
gefüllten Teller einen Platz an den Tischen aufsuchen! Auch die
Begründung Sonst frißt mir der Müller den ganzen Kaviar weg kann
nicht akzeptiert werden.
3.) Schnaps, Wein und Sekt sollte auch zu vorgerückter Stunde nicht
direkt aus der Flasche getrunken werden. Besonders wenn man noch Reste
der genossenen Mahlzeit im Mund hat. Der Hinweis Der Fraß ist so
trocken oder Alkohol desinfiziert beseitigt nicht bei allen
Mitarbeiten das Mißtrauen gegen Speisereste in den angetrunkenen
Flaschen. Auch das extreme Rülpsen einiger Kollegen hat letztes Jahr
manchen irritiert.
4.) Wer im letzten Jahr den bereitgestellten Glühwein gegen eine
Mischung aus Hagebuttentee und Super-Bleifrei ausgetauscht hat, wird
darum gebeten diesen Scherz nicht noch einmal zu wiederholen.
Sicherlich ist uns allen noch in Erinnerung was passierte als Kollege
Meier sich nach dem dritten Glas eine Zigarette anzündete.(Niemand mag
ihn, trotzdem sollte das nicht passieren.)
5.) Sollte jemand nach Genuß der angebotenen Speisen und Getränke von
einer gewissen Unpäßlichkeit befallen werden, so wird darum gebeten die
dafür vorgesehen Örtlichkeiten aufzusuchen. Der Vorstand war im letzten
Jahr über den unverdauten Inhalt seines Aktenkoffers nicht sehr
begeistert.
6.) Wenn Weihnachtslieder gesungen werden, sollten die Originaltexte
gewählt werden. Einige unserer Auszubildenden sind noch minderjährig
und könnten durch einige Textpassagen irritiert werden. Das Lied „Der
Weihnachtsmann der immer kann“ und „wir pimpern das Christkind“ sind zu
unterlassen. Auch Lieder wie „Ole, wir fahrn in Puff nach Barcelona“
sind keine Weihnachtslieder.
In diesem Zusammenhang möchten wir nochmals daran erinnern, das einige
der männlichen Kollegen sich noch nicht zur Blutuntersuchung zwecks
Feststellung der Vaterschaft gemeldet haben. Unsere im
Mutterschaftsurlaub befindliche Mitarbeiterin Frau Kluge meint, es
bestände ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der letztjährigen
Weihnachtsfeier und der Geburt ihrer Tochter Lucia im September dieses Jahres.
Somit sollte auch die letztes Jahr von den Kollegen zu später Stunde
gestartete Bärenjagd unterlassen werden. Manche Kollegin fühlte sich
beim Griff unter den Rock ein wenig belästigt. Natürlich gilt auch für
unsere Kolleginnen dass es nicht besonders schicklich ist, mit der Lupe
direkt auf die Hose des Mannes zu starren und dabei lauthals „na wo ist
denn der kleine Versager“ zu sagen.
Wenn wir uns alle gemeinsam an diese wenigen Verhaltensmaßregeln
halten, sollte unsere Weihnachtsfeier wieder ein großer Erfolg werden.
MfG
Die Geschäftsleitung
Was soll man dazu noch sagen???