kettenreinigung - help

grüß euch

möchte meine verdreckte (fettige) kette reinigen. jetzt hab ich ja zeit dazu!
frage an die spezialisten:
kette (11.000 km) abmontieren und mit wie /was entfetten?
will aber nicht das rad ausbauen!
welche kettenschmierung empfehlt ihr?
Ab wann bzw. wie merke ich, daß die kette und zahnräder zu wechseln sind?

danke tom

ist ein total universal super über drüber mittel.
hat diverse öle aber trotzdem reinigungskraft.

haben damit schon so manche drecksarbeit zu unserer vollsten zufriedenheit erledigt.

net billig aber total super (greift die o ringe nicht an!!!)
greetz

Hallo Tom,

die Kette bekommst Du mit Petrolium gut sauber. Du kannst auch WD 40 oder ein anderes Reinigungsöl verwenden. Der Fachhandel bietet auch diverse Kettenreiniger an, das Geld kannst Du Dir aber sparen. Petrolium geht genauso. Dazu noch eine alte Bürste und ein paar weiche Putzlappen.
Ausbauen brauchst Du die Kette dazu nicht. Wenn Du keinen Hauptständer am Motorrad hast, kannst Du einen Montageständer verwenden um das Hinterrad immer ein Stück weiter drehen zu können. Ich empfehle dringend reichlich Zeitung oder besser Pappe im Bereich der Reinigung auszulegen, da dass eine relativ grosse Sauerei wird.
Gereinigt werden soll eine Kette eigentlich etwa nach drei bis vier mal Einfetten. Als Kettenspray würde ich das HKS Kettenspray empfehlen, ich weiss aber nicht ob es dass in Österreich gibt. Bei uns in Deutschland gibt es das Zeug im Fachhandel.
Wenn Du die Kettenfett sauerei satt hast und die Kette drei bis vier mal so lange halten soll, bau Dir ein Kettenschmiersystem an. Es gibt verschiedene Anbieter unter anderem auch mich. Ich vertreibe das CLS 200µ Kettenschmiersystem. Frag mich also nicht was ich empfehle. Du kannst aber mal ein paar Beiträge weiter zurück gehen, da war das Thema Kette schon mal dran. Ich habe auch was zu den von mir ausprobierten Ölern geschrieben.
Eine Kette kontroliert man folgendermasen auf Verschleiß. Sie sollte die angegebene Spannung haben, auf keinen Fall straffer spannen. Das Hinterrad langsam drehen und etwa alle 15 cm die Spannung überprüfen. Verändert sich die Spannung, ist die Kette ungleich gelängt und muss ersetzt werden. Eine andere Möglichkeit ist die Kette hinten am Kettenrad zu packen und versuchen sie vom Kettenrad zu ziehen. gelingt dass mehr als 5 mm ist die Kette verschlissen. Die Zahnräder sollten nicht spitz und nach vorne gebogen sein -„Haifischzähne“. Diese „Haifischzähne“ entstehen bei einer ungleich gelängten Kette.
Bei einem neuen Kettensatz auf Qualität achten. Die richtige Zugfestigkeitsstufe wählen. Billige Kettensind meist nicht so zugfest wie vom Motorradhersteller empfohlen. Außerdem sollten die Zahnräder nicht gestanzt sondern gefrässt sein. Das alles ist für ein langes Kettenleben wichtig. Ich empfehle AFAM oder Enuma.

Allzeit gute fahrt

Heiko

[url=http://www.kettenmax.com/de/index/index.asp]Kettenmax

Habe zwar keine Erfahrungen damit, aber schon von einigen Seiten gehört, dass dieses Ding echt gut funkt.

LG
Scunki

einen normalen Kettenreiniger (im Abverkauf günstig erstanden) ,… funkt. super,… einfach einsprühen und danach mit einem festen Gewebe abwischen,… dann noch ein bisschen dazwischen die Problemzonen putzen und fertig,… danach wieder fest einfetten.

ich hab jetzt so um die 14.000km auf meiner Kette drauf,… schaut noch gut aus,…

wichtig: immer fleißig schmieren,… besser zu viel als zu wenig bzw. zu oft als zu selten,… den Überschuss wirft´s dir sowieso hinten raus,… lol

Tom

… ist schlicht und einfach Benzin. Hast als Moped-Fahrer normalerweise immer zu Hand (zur Not beim Benzinhahn was ablassen);
Benzin in eine Wanne / Schüssel füllen, Kette reinlegen, ein paar Mal rein- und rausziehen (durchspülen), dann auf reichlich Putzpapier zum Trocknen auflegen (zum Ausbauen der Kette musst du normalerweise nicht das Rad ausbauen: das Kettenschloss mit einem Schraubendreher und/ oder Kombizangl aufmachen (je nachdem, wie streng’s geht) und dann die Kette einfach ausfädeln; beim Wiederzammbaun darauf achten, dass das Kettenschloss mit der geschlossenen Seite in Laufrichtung schaut, damit’s dir nicht irgendwann „von selbst“ aufgeht), zum Schluss (wenn Benzin komplett verdampft) entweder mit Kettenfett (in Dose, muss (am Herd)erwärmt werden bis flüssig, dann legt man die Kette rein, bis keine Luftbläschen mehr rauskommen, was heißt, dass alle Zwischenräume mit Fett gefüllt sind, und nimmt sie dann wieder raus (Grillbesteck, da heiss!) - ist wohl die beste Konservierungsmethode als „Grundkonservierung“, da wie gesagt jeder Zwischenraum gefettet wird) oder gleich nur mit Kettenspray (da gibt’s die unterschiedlichsten Varianten, je nach Einsatzgebiet und Kettenart). Die Abnutzung von Kette und Kranzl / Ritzl wurde eh schon beschrieben: „Haifischzähne“ bedeuten: sofort wechseln! Die Kette am hintersten Ende vom Zahnkranz einen halben Zahn weit oder mehr abziehen können: Neue Kette (An mehreren Stellen prüfen)! Auch Laufspuren (oben und/oder unten abgeflacht) deuten auf Verschleiss hin.
Kette wieder einfädeln (Kettenschloss! s.o.)
- Fertig!
(Wenn die Kette schon mal ausgebaut ist, kann man theoretisch auch gleich die Möglichkeit nutzen, jene Stellen des Motorrades zu putzen, zu denen man sonst nicht so hinkommt, sowie Kettenführungen usw., am besten mit WD-40 und einem Fetzen…
Viel Spass!
(das Ausbauen und mit Benzin waschen geht sicher schneller, als das mühsame „immer-ein-Stückchen-Weiterdrehen“, reinigt die Kette durch und durch und ist ausserdem nicht so eine Patzerei!)
LG, B.

… mit einem handelsüblichen Kettenreinigungsmittel.

Danach DryLube verwenden (aber nur das Original, der Rest ist Mist!) und die Reinigung erübrigt sich bis zum Lebensende der Kette.

Bei neuen Ketten 300 km ohne Schmierung fahren, reinigen und danach DryLube verwenden.

LHG, Schlucki

… das Ding und verwende er nur, um eine nagelneue Kette mit Kettenreiniger zu entfetten. Für alles andere ist es meiner Meinung nach nicht brauchbar.

LHG, Schlucki

Ich verwende zum einfetten nur mehr Dry Lube, kann man bei Louis um 15 € die Dose kaufen. Zum Reinigen nehme ich einen Standard Kettenreiniger um 10 € die große Dose. Dry Lube ist genial weil es nicht die Felge verdreckt und auch sonst sehr gute schmiereigenschaften hat ohne fett abzuschütteln wie andere kettenfette. Schmiere meine Kette jede 2. Woche mal neu ein. Reinigen tu ich 1. im Monat. Bei massiven Regenperioden alle 2 Wochen. Ich habe eine GSX 1400 und meine Kette hält nun schon 21800 km und im Frühjahr kauf ich mir eine neue. Fahre regelmäßig und täglich auch im Winter. Bin mit der laufleistung der Kette voll zufrieden um nicht zu sagen begeistert. Das teil läuft und läuft und läuft g
Einfach den gesunden Hausverstand beim ketten schmieren und reinigen benutzen. Wenn es dreckig aussieht putzen und wenn kein fett mehr oben ist schmieren. thats it.
lg Mike

bei deiner Methode ist nur, daß die meisten Motorräder heutzutage kein unvernietetes Kettenschloß mehr haben, man also u.U. sogar die Schwinge ausbauen muß um die Kette herunter zu bekommen.

… bei den Motorrädern auch schon an, solche Fallen einzubauen? Allerdings würde ich in so einem Fall mit der Flex die Kette runterschneiden und eine „normale“ Kette montieren (es gibt ja auch - für ganz Vorsichtige - Kettenschlösser, die mit Muttern gesichert sind - bißl (blauen!)Locktite drauf und es hält, läßt sich aber auch bei Bedarf öffnen)
… Sch… und ich dacht, die sind nur bei den Autos so drauf erpicht, dass man nix mehr selber machen kann!
(Zum Glück hab ich „nur“ einen Oldtimer und eine Rennsportmaschine, beides mit „altmodischen“ Kettenschlössern!)

LG, B.

Da geht es nicht ums selbermachen, sondern darum, daß dir die kette nicht um die Ohren fliegt. Kette reinigen ist doch sowieso Luxus, und zum Einsprühen mit Kettenfett brauch ich sie nicht demontieren, wozu also ein unsicheres Kettenschloß? Die Kettenschlösser mit den Muttern sind meines Wissens nach nicht wieder lösbar, da wird die Mutter zum Vernieten verwendet und reißt dann ab.

(Chopper) so eins mit Muttern, da is nix abgerissen…
Und ein normales Kettenschloss is normalerweise auch kein Risiko, wenn man’s richtigherum einbaut!

Kette reinigen ist bei reinen Straßenrädern meist wirklich nur Luxus, aber wer im Staub und / oder Dreck fährt (und auch auf der Straße ist’s mitunter staubig), der sollte das allein aus Sicherheitsgründen und Gründen der Halbarkeit (Verschleiss durch Verreibung (denn der Sand bleibt durch den Kettenspray ja picken)) schon ab und an machen…

LG, B.

hi,
warum ins das andere „dry lube“ ein dreck ?
hast schon erfahrungen mit dem billigprodukt vom
louis gemacht ?

… aber ein par Kumpels von mir haben Alternativprodukte ausprobiert.

Ergebnis: Wird schnell abgeschleudert und nach 7.000 km waren die O-Ringe hinüber. Ich sag nur: Finger weg!

Ich verwende DryLube seit Jahren und hatte damit nie Probleme. Lebensdauer einer Kette auf CBR 1000 F lag über 25.000 km.

LHG, Schlucki

…also ich verwende einen 2,- euro silikonspray von
berner und der kann fast genau das selbe wie dry lube,
kostet aber nur ca. 1/8 :wink:
hab nun seit mehr als 0tkm das zeug verwendet
und auch beim service hat man mir bestaetigt dass
es absolut o.k. zu sein scheint da kein kettenverschleiss
zu bemerken war.
i verwend das zeug aber nur, da ich etliche dosen altbestand
davon habe. wenn die aufgebraucht sind muss ich mir dann ueberlegen
was ich als naechstes nehme. denn bei der kette zu sparen
koennte gefaehrlich sein. hatte schon mal einen kettenriss mit einem anderen
bike aber zum glueck keinen abgang gemacht…