Heute startete die erste Ettappe, mit am Start war neben meiner Wenigkeit der Daywalker und gefahren wurde auf sechs Zweitaktzylinder zu je 125ccm verteilt auf eine Yamaha TZR 250 und eine Suzuki RG 500 Gamma. Startpunkt war FA Jahn, wo das Rennen gegen 17:30 gestartet wurde. Die erste Sonderprüfung startete ich auf der TZR(im weiteren de KLEINE genannt), ein Tritt und die ersten Rauchwolken entwichen aus den JL Töpfen dirket in die von uns beieinflusste Umwelt. Der Daywalker erweckte einstweil die Suzuki (die ARGE genannt) zu Leben und setzte ungleich größere Duftmakierungen.
So bewaffnet ging es mal gemütlich aus der Stadt Richtung Katzelsdorf, warmfahren, es rauchte es qualmte, der Anblick der vier Aurpuffe aus dem Heck der Suzuki einfach toll, alles im Grünen Bereich könnte man sagen. Ich selbst hatte mich mittlerweile schon recht gut mir der Kleinen angefreundet, sie fühlt sich richtig einfach an, leichtes Handling, gut dosierbarer Motor, alle Bedieneinheiten funktionieren ohne grossen Kraftaufwand usw und konnte so schon die ersten Gramm CO² (ja Gramm, nicht Milligramm) der Umwelt zuführen und den Hahn ordentlich durchspannen. Das macht Lust auf mehr, so dachte wohl auch der Daywalker und schoß ebenso mehr Abgase in die Umlaufbahn, gefolgt von einen beeindruckenden Geschwindigkeitszuwachs. So gings im Formationsflug Richtung Fernblick Rosallia, Schleinzer Berg blühte schon alles- vorher- wie die Lage nachher war konnte nicht mehr nachvollzogen werden, dazu war das Renntempo etwas zu hoch, die Kleine drehte ordentlich um der Argen folgen zu können, doch kaum konnte der Noble veranstalter dieses Events die Flachschieber auf einschütten stellen, war klar das die Arge doch in einer andren Liga spielt.
Am Fernblick angekommen wurde mal die erste Sonderprüfung resümiert und der einhellige Tenor war klar, die Veranstaltung ist bereits zu dem Zeitpunkt ein klarer Erfolg. Um in der CO² Wertung fairness zu gewährleisten wurde ein Fahrzeugwechles durchgeführt und sofort beim aufsteigen macht die Arge klar: „HE du da!!! komm ma ned auf deppart, dann darfst sitzen bleiben!!!“ Diese Aufforderung wollte ich natürlich folge leisten, so checkte ich schnell noch alle Bedienteile, wie Gas, Kupplung usw und da war klar, die verlangt nach einer Festen Hand, weit weg vom Komfort heutiger Weicheiermopeds. Ein paar ordentliche Gaszucker noch und dann gings Richtung Forchtenstein weiter, da gabs dann auch schon die ersten Positiven Überraschungen, die Auspuff rauchten voller Freude ihr Ding und sie fuhr eigentlich ganz einfach, ungewöhnlich Stark bereits aus dem Drehzahlkeller (wenn ma das so sagen kann, immerhin fangt der Drehzahlmesser mal gar ned unter 3000/min an) gut Dosierbar, das erweckt das Vertrauen in einen mehr zu drehn als 6-7000/min, doch dann ist Vorsicht geboten, so wie die Arge ab 7500 anschiebt das ist echt verdammt heftig. Ungläubig schüttelte ich den Kopf, kann es den sein das dieses Teil echt so gewaltsam an meinen Nervenkostüm zerrte??? Kann nicht sein, also neuer Versuch, muß doch auszudrehn sein, immhin haben wir eine Mission zu erfüllen und das wollte ich auch, also die nächste Gerade würde zeigen wies mit den Big Balls bestellt ist. Also bog ich auf die nächste Gerade der Drehzahlmesser bewegte sich auf die 7500/min Barriere hin und… verdammt bei 9000/min mußte ich abdrehn, die Gerade war vorbei, der Schiss jedoch gerade gekommen. Nach einigen weiteren Versuchen mußte ich mir eingestehn das die Leistungsentfaltung im oberen Bereich definitiv zu heftig für mich ist und so wurde mir schlagartig klar warum es nur noch so wenige davon gibt und so ersinnte ich mich ihrer eingehenden Worte:" komm ma ned Deppart" und so gab ich mich geschlagen und führte so ein paar Gramm weniger der Atmosphäre zu.
In Forchtenstein unten angekommen, mußte ich mal pausieren, ungläubig setzte ich mich hinter die Vierrohranlage und zweifelte an meiner Würdigkeit dieses Bike fahren zu dürfen.
Ich frage mich was mag den Suzuki Ingeneuren anno 1986 bloß durch den Kopf gegangen sein, ich mein 1986: Tschernobyl, Glasnost, die Sowjets und die Amis reden vom abrüsten und was machen die kleinen Japaner in Hamamatsu??? Sie Rüsten auf, und zwar mit Werksmotoren in Strassenfahrwerken!!! Krank, einfach Krank!!!
Nach einen klärenden Gespräch mit dem Veranstalter, der mich ermahnte gefälligst das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und mehr CO² rauszuwerfen (er konnte hinter mir noch Atmen, was ein klarer Regelverstoß ist) machten wir noch einen kleinen Abstecher zum Hr. Andi M. nach Wiesen, der uns seine Erfahrungen mit der neuen 1098er schilderte und ob des Anblicks der Argen und der Kleinen Worte der Vernunft uns mit auf den Heimweg gab.
Den Heimweg trat ich dann wieder auf der Kleinen an, Strafversetzung, dachte zumindest der Daywalker aber von Strafe kann bei dem Moped absolut nicht die Rede sein, im Gegenteil, die Yamaha kann einfach alles gut und ist von der Bedienung schon sehr nahe an ein modernem Bike dran, was mir sehr entgegenkommt, bin halt doch auch von den ganzen Weicheiermoped wie meiner Gixxn verwöhnt, so konnte ich dem Meister himself zusehn wie er sich um die Umwelt kümmert, Respekt!!!
Zum Abschluß kann ich nur sagen ein absoluter Genuß die Runde heute!!!
Jetz werden sicher wieder einige denken, ob das heute noch notwendig ist diese Abgase in die Umwelt zu jagen, immerhin haben wir ja schon unser Ozonloch und der Klimawandel hat auch schon eingesetzt, aber denen möchte ich nur sagen, JA, das ist notwendig, den diese Bikes machen selbst nach 20 Jahren noch tierisch Spaß sie zu bewegen und ich bin froh das es noch Leute wie unseren Daywalker gibt die die wenigen noch existierenden Exemplare weiter am Leben erhält und so für Fahreindrücke sorgen kann die heutzutage niemand mehr kennt.
leider viel zu spät gelesen!
brav!
lg
besser spät als nie.
Die meisten dürftens gar ned erst angeschaut haben, ost wohl jedem zu viel zu lesen gewesen ![]()