na guten abend und hawe d´ehre …wie „versprochen“ berichte ich euch über meine erlebnisse beim kontrollieren des ventilspiels besagter fzr ;o) (man beachte den terminus „kontrollieren“, dezitiert noch nicht justieren bzw einstellen…).
oiso:
hab sowas ja schon einige male bei diversen xs und xjr´s gemacht…ka thema also (dacht ich mir jedenfalls). nachdem ich einen blick auf den motor geworfen habe, und auch einen längeren blick ins yam whb fing ich die lieblingsbeschäftigung der zangler an…verkleidung runter! naaa ehrlich gesagt wars zuerst der tank. ka problem, sitzbank owe, halteschrauben vorn und hinten lösen, dann leicht anheben und den benzinhahn abklemmen. da hab i es erste mal geflucht…de klane gelben volksidioten haben des elektrokabel vom (elektrischen) benzinhahn soo oaschkurz gemacht, dass´t zwar hinsiehst, aber durch den minispalt zwischen tank und rahmen mit mitteleuropäische händ ned reingreifen kannst (und gogo gadgetto greifer hats ned gspuit). mittlerweile is der fast volle tank a ascho recht schwer worden, also erstmal abpumpen.
hab da echt a tolles gerät, so a art unterdruckpumpe, mit der du den tank aussaugen kannst.
funzt superfein, wenn da ned 3 sachen gewesen wären:
erstens: in meiner garage stehn zur zeit 4 eisen, somit superviel platz zum zangeln (laut murphy´s gesetz ist die fzr natürlich diejenige, zu der i am oaschesten dazuakomm).
zweitens:
wir haben einen super alu-boden bis zur hälfte der garage verlegt, damit man den boden leichter aufwischen kann und damit sich die ständer und heckheber ned in den teuren, neuen panelboden reindrücken der ab der hälfte bis hinten verlegt ist (der geneigte leser erkennt eppa schon den ausgang jener posse…?).
drittens:
mei paps hat zu mir gesagt, „bua sei vursichtig beim zangln…pass ma bittschen auf den panöboden auf“
…tja…hätte er wohl besser nicht gesagt.
der kleine 5 liter kanister (nominalvolumen…wenn ned scho zu an drittel voll) in den ich umgepumpt habe stand also auf dem boden. nach 3-4 pumpern mit der vakuumpümp ist dann der sprudel schön aus dem tank geronnen…um ned sagen zu müssen geströmt! schei**…konnte ich ned mal aussprechen, oida fuxx…des hat ned ins rinnen aufgehört! ich noch de pippn aus´m tank raus (damits wieder luft saugt) owa scho wars zu spät. ein quascht über den schwarzen paneelboden (weil ja punkt 1 und 2: die fzr ned am alu steht vor lauter andere reiben). „je bempti!“…die pippn dann schnell in den anderen kanister gehalten und den rest reingefüllt. dann aufs aufwischen gemacht…naja, is ca. 1 1/2 m2 a stinkerter benzinfleck gewesen.
hat also scho oasch angfangen das ganze…
gut zurück zum tank; das kabel imma no zu kurz, nun aber leichter (ich natürlich vui angfressen wegen dem hoppala, und scho schädlweh gehabt von dem benzindampf) heb den tank hoch, in der meinung imma noch so schwer zu heben…plopp…ist der stecker offen (zum glück normal aufgegangen, und ned die pins aussezogn!). nau guat: every cloud has it´s silverlining, wie wir briten zu sagen pflegen ;o).
dann ein weiteres schmankerl:
motorspitz (den ich beim ölwechsel eh unten gehabt habe aaargl), seitenverkleidungen und kühlerverkleidungen sowie die airbox demontieren…da war´s eh scho egal…die zeitvorgabe die ich mir gegeben hatte, war eh nimma zum einhalten.
somit den nachmittag mit lustigem zerlegen verbracht, heute noch den kühler abmontiert (jaa…der muss auch runter, seeeehr gut gemacht yamaha-san!), die zündspulen weg und den ventildeckel (details hierzu erspare ich euch lieber):
dann ENDLICH ventilspiel messen…
WOS SOLL I EICH SOGN? olle 20 ventile noch in der toleranz…aaaaaarglll!!!
naja…jetzt weiss ich´s wenigstens ;o)
ist zwar an der untergrenze, aber laut AMM noch okay.
nachdem ich mir die scheisse aber sicher nimma antue, werd ich ihnen neue (um 0,05mm dünnere) shims verpassen, und das spiel auf die obergrenze einstellen, dann is die nächsetn 42 Tkm a ruah!!!
sodawasser…wo is mei martini floschn??
mfg fredl
des klingt recht unterhoitsam - war sicher a gschmeidiger nachmittag…übrigens - wennst scho grod dabei bist - meine ventü gheratn a kontrolliert - is da ned fad?
Hallo,
naja mit den Montagetechniken unserer japanischen Freunde muss man sich notgedrungen arrangieren. Was mich beim Basteln schon einige Male zur Weißglut brachte sind die eigenen „Fehler“ wobei ich etwas verschütteten Benzin im Vergleich zu dem Murks der mir, selten aber doch, schon passierte eher als ein kleines, kaum erwähnenswertes Missgeschick sehe ![]()
Hier ein kleines Beispiel wie richtige Katastrophen aussehen :o)
Ich baute mal in eine Yamaha TT600E zusätzlich zum E-Start einen Kickstarter ein. Zuerst mal alle dazu notwendigen Teile zusammengesucht und dann in den Motor eingebaut. Das war eigentlich gar nicht so schwer da der Motor schon alle dafür notwendigen Bohrungen hatte und ruckzuck hatte die TT600E jetzt auch einen Kickstarter.
Voller Befriedigung über seine schrauberischen Fähigkeiten will Mann natürlich möglichst schnell die Funktion seines Werkes überprüfen und tritt schwungvoll auf den Kickstarter. Mhhh, war da nicht ein metallisches Geräusch? Egal, der Mechanismus muss sich sicher erst einlaufen und beim zweiten Tritt sprang der Motor dann auch sofort an. Immer noch in Euphorie über die eigenen Fähigkeiten schwelgend bemerkt der Heimwerker nun eine schnell größer werde Öllacke am Boden und überlegt ob er nicht vielleicht eine Dichtung vergessen hatte. Es war keine Dichtung - es war schlimmer, sehr viel schlimmer.
Mann hatte vergessen dass er die Schraube welche den Kickstarter mit der Welle verbindet nur mit der Hand einige Gewindegänge tief eingeschraubt. Beim zweiten Tritt hat der Schraubenkopf dann ein Loch in der Größe einer 1 Centmünze in den dünnwandigen Motordeckel geschlagen - Scheiiiiiiiissssseeeee!
Naja, eigentlich war das Loch dann mit Flüssigmetall eh fast so schnell wie der Kickstartereinbau selbst gedauert hat wieder verschlossen und hat bis zum Verkauf des Fahrzeuges 30.000 km lang gehalten…eine schlimme Niederlage war es trotzdem
Gruß
santiago
Hab bei meiner CB 450 S das Ventilspiel [Kipphebel mit Einstellschrauben] eingestellt und alles wieder zusammen gebaut.
Starte und die Ventile rasseln schlimmer als zuvor!
Was war passiert?
Nun, ich hab zwei Fühlerblattlehren, eine metrische und eine zöllige.
Ich hab mit der zölligen 0,18 inch statt 0,18mm, mein Ventilspiel eingestellt. Das war natürlich dann um Welten zu gross, deswegen das Rasseln.
Also nochmal Tank runter, Ventildeckel zwischen dem Gitterrohrrahmen rausgefummelt und nochmal das Ventilspiel [diesmal mit der richtigen Lehre] justiert.
Und siehe da, das Rasseln war weg und der Paralell-Twin bollerte schön vor sich hin wie eh und je.
So hat man immer was zu erzählen und andere haben was zum Lachen…
Und die Moral von der Geschicht, nimm die falsche Fühlerblatt-Lehre nicht!
Greetz
Da Mäx
Und die Moral von der Geschicht, nimm die falsche Fühlerblatt-Lehre nicht!
gg mfg fredl…
…na bin ich froh, daß ich mir ka 750er gekauft habe…bei der musst den motor nach vor kippen, zum ventilspiel justieren…
reicht mir aber bei der 6er auch so:
„gfrei“ mi schon aufs ventildeckel einbauen morgen…
und das alles nur, weil ich genau arbeiten muss (3 ventile waren um 1/100 drunter, eines genau auf minimum). ich denk so manch anderer hätt wohl drauf g´schi**n und hätt´s gelassen. aber irgendwie will ich mir ned die ventilsitz und -teller abbrennen, wenn´s bled hergeht bzw in 10 Tkm den ganzen schas nochmal zerlegen!
a schene leich´…
…jetzt passen alle 20 ventile :o))…schön im oberen drittel der range.
sodawasser, gestern mit dem zusammenbau soweit fertiggeworden. ohne geringste probleme…offenbar hat man ab und zu ein paar tage, da ist es eben gescheiter man greift nix an.
jetzt hat die kleine neue kerzen, luftfilter, alle shims im oberen drittel der ventilspielrange, neue vent.deckeldichtung und frisches kühlwasser.
montag wird sie angemeldet…
ahja, richtzeit bei yamaha wären ca. 6 stden für ventilspielkontrolle…des is niiiieeeee zum schaffn!! mir tun de berufsmechaniker echt leid, wenn der scheff dann scho alle 20 minuten kommt und fragt, wann die reibn endlich fertig wird zwecks dem nächsten service.
ich hab ca. 9 stden gebraucht…soviel mal zu den werks-richtzeiten.
beste zanglergrüsse…fredl
net so viel spaß gemacht hat, der unterhaltungswert bei deiner wiedergabe ist auf jeden fall gegeben! fg
wünsch dir noch viele zweisame h oder km mit dein radl! gg
lg mike
dann mochst wos falsch, weil i hab des vor 3 jahr bei mein habara gmacht uznd wor noch 4 stund fertig
ja besten dank für deinen zuspruch ;o)
gfrei mich schon sehr darauf, endlich wieder mal auf den 3 stimmgabeln durchs land zu reiten.
i sag dir´s ich war beim zerlegen echt haas!
aber jetzt weiss ich, dass alles passt (hab ja ka servicebuch mehr dazu).
und nachdem ich noch 2 aktuelle winterprojekte habe (monster und cbr-xx) werden mir sicher auch wieder einige schmankerl einfallen,an denen ich euch gerne teilhaben lasse (geteiltes leid ist halbes…).
auch dir noch viel spass auf/mit deinem eisen, fredl
dann hätt ich mir vielleicht eine Ypse kaufen sollen ;o)…oder mir deinen freund ausborgen?
ist ´ne FZR600R (Typ: 4JH)…hat mit der YZF 600R „Thundercat“ so eine art väterliche verwandtschaft, mehr scho ned.
die ´cat hat einen anderen engine, schmiedekolben, bessere bremsen und fahrwerk…und offenbar auch mehr platz beim ventilspielkontrollieren ;o)
mfg fred
so gut auskenne, hab nur die ventile eingestellt
a mal die Ventile einer HONDA CBX 1000 einstellen. Den 6 Zylindermotor muß man dazu vorne absenken und dazu die 6 Vergaser abziehen. Wennst den Ventildeckel herunten hast gehts erst so richtig los mit der einstellerei. Alter, da schmeist die Nerven weg. Und wennst die 24 Ventile eingestellt hast und den Motor wieder in Position gebracht hast gehts dann los mit die Vergaser. Kaum hast 4-5 Vergaser drauf, will der sechste net und net drauf. Also fangst wieder an…und so geht das Endlos weiter. Wennst des alles zusammen in 3 Tag schaffst bist Gut. Des kannst in keiner Werkstatt bezahlen und außerdem macht des fast keiner mehr weil viele Mechaniker überfordert sind. Die Pozedur hab i vor 3000km gmacht. Mit den Oldie fahr i ja net soviel aber nach 15000km gehört das ganze wieder überprüft…
hab ich auch eine in meiner sammlung ;o)…ist die pro-link cbx1000, mit der „supersportverkleidung“.
des mit den vergasern hab ich schon am eigenen leib erlebt…musste die ansaugflansche tauschen.
oida schwede, ich hab geflucht wie ein rohrspatz!
wie du sagst, 3-4 vergaser waren drinnen, auf der anderen seite ca. 2,5cm spalt zum reindrücken!!
war eine scheiss hackn…gschmeidig ist ja auch, dass´d zum vergaserausbauen beim hinterradkotflügel abschraufn anfagen musst…damit der innenkoterer aussegeht, um platz zu bekommen für den batteriekasten auszufadeln. erst dann hast die paar cm spazi, dass´d den lufi-kasten nach hinten schieben kannst um die halbe meter breite gg versagerbank zum ausbauen.
ufff…allein beim schreiben krieg ich scho wieder es reisserte ;o)
beste grüße von einem sixpack kollegen
fredl
Gfreut mi unhamlich das es a no so an „Motorradlnarrischen“ wie mi selber gibt. Machst a alles selber an deine Radln? A Werkstattmechaniker kommt mir an meine Radln net zuwe, weil die Murkser können net amal an Gscheidn Ölwechsel machen.
ja, an meine eisen lasse ich (ausser bei elektronik/einspritzsachen) keine werkstatt ran.
und dann eben nur die 2 meines vertrauens.
also ich denk dass man selber sachen reparieren kann, die eine werkstatt allein schon aus zeit- und damit kostengründen ned machen kann/will.
beispiel:
yam xs850 (edler dreizylinder, 82er baujahr…hatte ich ein zeiterl)…mit laufendem motor im stand umgefallen (bei einer kreuzung von an auto angstuppst worden)…und jetzt kommts:
kapitaler motorschaden, weil ein ars***ß#>mechaniker beim letzten „pfusch“ eine M6 mutter im ventiltrieb fallenliess (eine halterung der nockenwellenlagerböcke…die waren nochdazu verkehrt drin; ein- und auslass vertauscht!!), die mutter in der horizontalen im zyl-kopf herumgesurft ist und sich unter die nockenwelle gelegt hat (wie gesagt, der motor lief).
pafff und aus
fazit:
3 ventile verbogen, eine führung gerissen, nockenwelle einen mörderkratzer (vom gebrochenen ventilshim) und ein shim so gebrochen und die tassenstösselführung zerkratzt, dass es nicht mehr rausging (vorerst gg).
1 woche später alles selber repariert, neues kopfservice, alle dichtungen neu, neue (gebrauchte) ventile von meinem teilespender und guad wars…eine werkstatt hätte (klarerweise gesagt- wirtschaftlicher totalschaden).
auf den yamsn der xs-serie hab ich des zangln so richtig gelernt würd ich sagen ;o)
ligrü, fred
bis alles wieder beisammen war ?
Nur für die Zukunft, damit sich die Leute den Preis für das Ventil einstellen ausrechnen können.l
so circa. hab aber auch gleich die kerzen, den lufi und die ventildeckeldichtung neu gegeben.
muss „nur noch“ den tank anhängen…und die verkleidung drauf schraufen (ca. noch 30-45 minuten max.).
KV vom yam händler meines vertrauens waren ca. 450 eier…er hat aber gleich gesagt, dass es wahrscheinlich mehr kosten wird. richtzeit yam: ca. 6 stden (des derpackst NIE).
mfg, fredl
25 Jahr hätte mir ein 1000KM Service eines Mechanikers beinahe das Leben gekostet. Der Wapler hatte beim Ölwechsel den Ölablaßschrauben nur mit der Hand eingedreht und vergessen diesen anzuziehen. Nach ca. 40Km Fahrt auf der Autobahn hatte sich der Ölablaßschrauben soweit gelockert das er herausfiel. Ölverlust! bei 200km/h -und Kolbenreiber. Ich habe durch das Ölige und blockierende Hinterrrad 2 Spuren gebraucht um zum stehen zu kommen. Ich hatte noch Glück das ich nicht gestürzt bin aber der Motor war hinüber. Die Kosten übernahm die Schuldtragende Werkstatt. Wäre diese Situation anders ausgegangen hätte kein Hahn nach der Verschuldensfrage gekrät. Seit dem Schraube nur selbst an meine Motorräder -auch in der Garantiezeit!