Sehr sehr traurige Nachricht

Unser 1000ps User mike_sl_gs ist TOT

Heute war seine Beerdigung. Ein schlimmer Unfall auf seiner Hausstrecke, dem kärntner Seeberg, hat leider sein Leben gekostet!
Er fuhr ausnahmsweise ganz allein und er fuhr mit seiner „kleinen 250er“ als es passierte. In einem Bergabstück gab es ein (angeblich) stehendes Wohnmobil nach einer Kurve. Mike kam bei seiner Vollbremsung zu Sturz und wurde von den Leitschienen zerstört. Der Lenker des Wohnmobils war wohl von der Aussicht an diesem Landschaftsteil so beeindruckt, dass er offensichtlich das Fahrzeug mitten auf der Straße und nach der Kurve anhalten musste um die Landschaft besser genießen zu können. Ich möchte hier keine Anklage erheben, weil es keine Augenzeugen gegeben hat. Die Spuren allerdings, sollen auf ein solches Szenario hinweisen.

Mike war ein prima Kumpel und ein sehr guter Fahrer. Wir hatten gemeinsam viel Spaß in den italienischen Bergen und er war am Seeberg einer der ungeschlagenen Könige. Er fuhr damals auf seiner Aprilia Tuono auch des öfteren Trainingssitzungen am Pannonia Ring und er liebte den Fight mit anderen Piloten besonders am Berg. Als es passierte, hatte er vielleicht in dieser Schrecksekunde der Vollbremsung nicht bedacht, dass die kleine 250er mit Stollenreifen nicht den Vorderradgrip aufbauen kann, wie er es von seinen anderen Motorräder gewöhnt ist. Leider war dieser kleine Sekundenbruchteil einer zuviel. Natürlich sind dies ebenso nur Vermutungen, aber auch ebenso durch die Reifenspuren genährt.

Mike ist nicht mehr unter uns und das stimmt mich sehr traurig. Ich war einer der letzten der mit ihm hier noch kommuniziert hatte: Motorrad Forum

Für mich ist dies auch weider ein klarer Beweis dafür, dass auf der öffentlichen Straße mit jedem möglichen und unmöglichen Verkehrsteilnehmer zu rechnen sein muss. Ebenso ist das Fahren nahe des physikalischen Limits, in einem solchen Fall absolut Lebensgefährlich. Nicht dass ich damit sagen will, dass Mike diesmal zu schnell oder an seinem Limit gefahren wäre, sondern ich meine unsere Philosophie der flotten Fahrweise und Straßenfight´s generell.
Ich bin nicht mehr bereit das Leben anderer durch provokative Fahrweise zu gefährden. Ich werde meine eigenen Schlüsse und Konsequenzen daraus ziehen. Mike ist leider gestorben, er soll aber jetzt zumindest ein Hinweis darauf sein, uns zum Nachdenken zu bewegen. Wir leben auch ohne die Gratwanderung am Limit sehr gut und vor allem, wir alle müssen niemandem etwas beweisen. Lieber Mike, du hast uns die Vergänglichkeit gezeigt, welche uns die Lehren ziehen lässt sofern wir noch ein bischen Hirn besitzen. Zum Lernen sind wir auf der Welt und nicht zum Lehren. Ich nehme die Schuld auf mich, in einem solchen Spiel der vergangenen Jahre auch mitgewirkt zu haben. Dies hat nun auch für mich ein klares Ende gefunden. Ein toter Mike ist einer zu viel gewesen. Schade dass wir nicht schon vorher überlegt haben. :face_with_open_eyes_and_hand_over_mouth:

und ich bin ganz deiner Meinung.

Die Straßenheizerei ist keine Option.

Armer Mike.

mein herzliches beileid, es ist immer eine tragödie, wenn jemand auf die art aus dem leben gerissen wird.

unbekannterweise auch mein Beileid, kannte ihm nicht
 
nur eins:
allerdings sollte nicht der Tod eines Freundes dazu führen das man seine Fahrweise/Lebensweise
erst entsprechend anpassen muß, sondern vor dem Betätigen des Startknopfes das Hirn einschalten
(weil´s oft vorkommt das man dann der eigene Freund diese Gedanken hat,
weil ma selbst scho in der Kiste liegt)
 
ich weiß, klingt oberlehrermässig, aber du bist als guter und erfahrener Fahrer bekannt!
warum brauchts da immer erst einen Verlust im nahen Bekanntenkreis um über sowas nachzudenken?
 
i mein, sowas les/hör ma ja net zum ersten Mal
 
Halte deinen Freund in guter Erinnerung!
mfg Bertl

es sehr Leid!

Jedes Unfallopfer, egal aufgrund welches Unfalles, hinterlässt bei Familie und Freunden Fassungslosigkeit.
Bewahre Mike in Deiner Erinnerung!

lG
Karl

und auch den anderen…
Natürlich wusste ich das alles und hatte meine Erkenntnis schon vorher. Auch hatte ich mich schon die letzten beiden Jahre großteils vom harten Kern des Heizerbewusstseins distanziert. Musste mir auch Bemerkungen über meine neue Vorliebe zu Chopperfahrern anhören, was ich aber auch leicht ausgehalten habe.
Schade dass Mike nicht irgendwie mitgezogen hat, ich hätte ihn auch nicht überzeugen können. Das ist mir auch bewusst. Man kann nur hilflos zusehen…

Das mit den nicht einsehbaren Kurven ist das große Problem überhaupt. Wenn du im flotten Modus mit gleichwertigen Fahrern unterwegs bist kommt es nur mehr auf Nuancen an. Kleinste Unterschiede entscheiden darüber wer die Nase vorne hat. Deshalb hat einerseits ein Wettrüsten eingesetzt, (an dem ich nie mitmachen wollte) andererseits sah man auch deutlich dass gerade die Einfahrtsgeschwindigkeit in die Kurve den größten Erfolg bringt. Du kannst mit etwas Übung (und auch Überwindungsarbeit) diese Grenze sehr nach oben verschieben. 100PS Leistungsunterschied kannst du (in den Bergen) damit locker wettmachen. Dies ist das Geheimnis der schnellen Fahrer. Wer schneller in die Kurve einfährt, der hat einen höhren Gang und eine andere Geschwindigkeit beim Kurvenausgang mit im Gepäck.

Meine Herren und Damen, das was schnell macht kann gleichzeitig der Untergang für uns sein. Ich plädiere daher für andere Werte auf dem Bock. Da gibt es so vieles zu genießen, wir werden nicht jünger und können heute die Reife besitzen all die anderen Werte zu sehen. Auch auf flottes Kurvenfahren muss nicht verzichtet werden, aber manchmal kann etwas weniger - doch viel mehr sein. Auch ich möchte keine Oberlehrermentalität ergreifen, dazu fahre ich viel zu gerne flott. Manchmal habe ich auch die Nerven nicht mehr, langsam zu fahren. Das sehe ich heute als größte Geissel die man erreicht, wenn man an seinem Tempo lange genug gebastelt hat. Alles was man will kann man erreichen. Deshalb ist es Nötig das Richtige zu wollen und das sucht sich jeder selbst heraus!

Lg Kaschperl

mein beileid den angehörigen.

ich hab deinen mike leider nicht gekannt möcht aber dir und seinen angehörigen mein beileid wünschen .
lg der_hofer

Auch mein Beileid an alle Angehörigen, Freunde usw.

na geh, das darf doch net wahr sein - der ständig lachende, immer gut aufgelegte mike. :cry: :cry: :cry:

mir fehlen die worte…

Ruhe in Frieden lieber Mike

mein herzliches Beileid. Schön dass du einen Nachruf formuliert hast!
Mfg

…machen mich Nachdenklich.

Auch wenn ich neu bin - Mein herzliches Beileid!!

Auch ich habe einen Freund durch einen Motorradunfall verloren und weiß wie schrecklich sowas ist.
Man kann icht verstehen warum sowas passieren musste.

Ich wünsche euch ein Unfallfreies Leben und viel Spass beim fahren

Weiß nicht ob ich ihn gekannt habe. Unabhängig davon Mein Beileid für alle die ihn kannten.
 


 
Wir sehen uns später Mike …

Ja diese Frage stellte ich mir schon das letzte Mal vor drei Jahren als ich unmittelbar Zeuge eines tödlichen Unfalls wurde. Damals setzte ich mich zwei Wochen nicht mehr drauf und dann bei der ersten Ausfahrt hatte ich selber einen Unfall. (Zum Glück für mich glimpflich ausgegangen und das Moped „Totalschaden“) Damals wurde mir eines klar:

Meine Herrschaften, wir bemerken oft nicht wenn es manchmal knapp war. Wir registrieren kaum dass es „Ernst“ hätte werden können wenn wir nur wenige sec. vorher oder nachher „da“ gewesen wären. Wir waren aber nicht, dehalb hat „die Fügung“ für uns gearbeitet und wir nehmen es als ganz normal hin. Wir wissen also nicht wie oft alles im Zusammenspiel mit anderen Verkehrsteilnehmern so gepasst hat daß nix passiert. Wenn es dann nur einmal anders ist, ist plötzlich die Ernsthaftigkeit der Lage klar.

Jetzt wäre es interessant zu wissen wie man die Fügung auf seine Seite bekommen könnte, so dass es immer passt und alles Glatt geht! Viele Zeitgenossen werden nun vom Zufall reden, Statistisch gesehen usw.
Ja gut, das wäre einleuchtend, aber müssten wir um die Wahrscheilichkeit zu verringern einfach nur langsam oder gar nicht fahren?
Meine Meinung:
Ein entschiedenes „Nein“ so etwas kann man nicht in einer Wahrscheinlichkeitsrechnung sehen. Wenn wir nicht Leben, kann uns nix passieren oder? Genau, da sehen wir das Problem. Wenn ich Eines in den Jahren meines Lebens entdeckt habe, dann ist es die Erkenntnis dass wir gerade das tun sollen was uns Spaß macht. Nur dann kann es uns gut gehen. Wenn wir verzichten leben wir auch nicht Gratis aber umsonst.

Meine persönliche Variante aus den Überlegungen ist, einen vernünftigen Kompromiss aus allen gewünschten Faktoren zu schliessen. Das Thema „aktive Sicherheit“ sollte gerade beim Motorrad das größte Thema sein, weil wir ein „flüssiges Lebewesen“ sind und keine Knautschzonen haben. Unser Aufschlag auf ein festes Hindernis muss ganz einfach verhindert werden. Immer langsam fahren ist dabei Kontraproduktiv. Was habe ich Zeitgenossen erlebt, die beim Langsamfahren drei oder mehr haarige Situationen im Tag erleben. Wann hatte ich beim Schnellfahren die letzte? Ich kann mich kaum erinnern… :eyes:

„Aktives Fahren“ ist angesagt weil dabei die Konzentration erhalten bleibt und wer schnell fahren ohne Streß gelernt und geübt hat, der wird mit etwas geringerem Tempo genauso seinen Spaß finden, aber er hat alles besser im Griff. Wir können die Fügungen nicht erzwingen, wir können aber für uns und unsere Fahrweise „selbst etwas tun“. Wer an sich arbeitet wird alles besser meistern können. Da gibt es neben den Fahrtechnikkursen, auch Rennstreckentrainings und es gibt vielleicht Freunde die bewährt flotte und trotzdem sichere Fahrer sind. Niemand wird ausgelacht wenn er einen solchen Fahrer fragt warum er die Linie genau so und nicht anders fährt, niemand muss sich genieren noch etwas lernen zu wollen.

Was erlebe ich täglich noch Fahrer die Linkskurven völlig falsch ansteuern und sich dann wundern wenn ihnen fast die Straße ausgeht. Wir dürfen auch nicht vergessen daß die „alten Hasen“ in der Anzahl kaum mehr werden, aber es werden ständig steigende Motorradverkäufe gemeldet. Woher kommen die vielen Biker plötzlich? Natürlich aus der Autowelt und ohne großartige Gedanken über sich selbst. Die Gedanken drehen sich um das richtige Motorrad und um alles Mögliche oder Unmögliche. Den größten Wert hätte aber die Fahrtechnik des Einzelnen und nicht das Fahrzeug auf dem er sitzt.

Was Mike betrifft, er war ein sehr guter und routinierter Fahrer und trotzdem…
Verbremst haben wir uns alle schon einmal und wir hatten Glück dabei. Ein Vorderradrutscher ist eine blitzartige Sache, wenn die Differenz aus Querbeschleunigung und Gripvermögen nicht passt, haut es auch den besten Fahrer der Welt herunter (siehe Rossi). Für Mike gibt es leider keine Antwort mehr, aber für den Rest könnte er noch als „Mahnmal“ stehen und uns bewegen eine neue Einstellung einzunehmen. So hat sein sinnloser Tod, vielleicht eine geringe Nebenwirkung die andere wieder retten kann. Mike, auf alle Fälle danken wir dir!

@ „kaschperl“, danke fuer deine gut formulierten und weisen worte! mein beileid fuer alle angehoerige, freunde und bekannte!!!

dein beitrag hier hat mich sehr berührt und wiedereinmal zum denken animiert! ich hatte nun schon 4 unfaelle mit meinen spezis miterlebt, die auch tragisch enden haetten koennen. so schoen unser hobby ist, die statistik sagt, dass die meisten unfaelle durch eigenverschulden zu verantworten sind! umso tragischer bei toetlichen ausgang!

das schoenste was uns ein freund hinterlassen kann ist das laecheln in unseren gesichtern, wenn wir an ihn denken!

zB einfach den Duft von der Landschaft, der dir unverfälscht in die Nase kommt beim Motorradlfahrn.

Am meisten wenns gregnet hat.

Oder Herbst riecht auch spitze.

Alkohol, Sex, Computerspiele, Computerwochenenden bei denen man sich ansäuft, die Welt bereisen, mit 40 a 20 jährige aufreissen,
ähhh…

dem ignaz irgendwann auf der Rennstrecke richten, den wurzlinger auf der Rennstrecke richten, den Lockinger auf der Rennstrecke richten,
und sowieso meine ganzen Freunde auf der Rennstrecke richten, und sich danach betrinken und die Miss Pannonia Ring geile oide zagn wie lang mei Zunge is!

Mit den Hunden auf Wildschweine treffen, und ernan vorher a Videokamera umghängt ham.

i mein nix is so geil wie wenns links neben dir 300 Meter runtergeht und rechts is a Felswand und dei Kopf hängt über die Leitplanke und du pfefferst durch
Die Isle of Man wär auch supergeil.

Aber i hab halt nur ein Lebn, und a Verantwortung.

DES IS AFOCH KA OPTION.

I mein du haust dir a ned jede Droge rein.

kann beim Motorrad auch tödlich enden.

Also A: saugute Werkstatt(der Mechaniker muss gut sein, nicht die Werkstatt hübsch)
oder B: söber schrauben, zerst a paar Sachen zerstörn aber dann wissen worums geht.

ich will nicht wissen wieviele es gelegt hat weil irgendeine Schraube aufging, und keiner weiss es bis heute, weil das Motorrad sowieso komplett hin ist.

Die Angst davor das etwas passiert ist dein bester Freund.

Man kann es kaum glauben, wenn man das hört und es stimmt mich persönlich sehr sehr traurig!!
Ich kannte Mike von den Kasnudl-Stammtischen bzw. div. Hausmessen, er war ein sehr sehr umgänglicher, lässiger und lustiger Typ. 

Ruhe in Frieden Mike.

R.I.P lieber Mike :cry: