Supermoto ÖM Greinbach am 2. Mai 2994

Es war ja bitte ein Wahnsinn!

In Greinbach bei Hartberg ist jedes Supermotorennen der helle Wahnsinn. Für die Zuschauer gibts keine bessere Strecke, da man von nahezu jedem Punkt am Streckenrand die gesamte Strecke einseheh kann.

Das Wetter hat auch mitgespielt, was natürlich kein Fehler war. Nur das letzte Rennen (Finale Offene) fand in strömendem Regen statt. Sehr fein, auch das einmal zu sehen, und Verletzte gabs im Regen auch keine, nur ein paar glimpfliche Ausrutscher.



Einige Überraschungen waren zu beobachten:

Der Willi Reiter, der unfaßbar Schnelle Schweißer aus dem orangen Werk in Mattighofen hat mit seiner Eigenkreation in doch überraschend überlegener Art und Weise in beiden Klassen der ÖM den anderen schmeckbar einen eingeschenkt. Die Krone seines Wirkens aber entfaltete er im Regenrennen, wo er dem Herrn Maxwald (volle Werksunterstützung) pro Runde (1,9 km, trockene Zeit: 1:25) bis zu drei Sekunden umhängte. Und der war immerhin Enduro-Staatsmeister.
Erstaunlich, beachtlich, bewundernswert.

Der Doppelstaatsmeister des Vorjahres war wider Erwarten nach seinem Markenwechsel ins Mittelfeld abgerutscht. Anders kann man das nicht sagen. Fünfte Plätze sollte man von einem Christian Ackerl nicht erwarten.

Eben die Darbietung des Zupin-Legionärs veranlaßte den mehrfachen Staatsmeister im Supermoto Gerold Schollar, der als Zuschauer auch beim Regenrennen anwesend war, zum Strutzi (Ackerls Tuner) zu sagen: „Ihr gherts jo olle außegschmissn, so wie der fohrt!“

Es kann nur zwei Erklärungen für die Ackerl-Misere geben:
Es sind noch Abstimmungsarbeiten im Monatsumfang nötig, oder
Er kriegt nicht immer die neuesten Teile.

Im Viborg-Cup fahren im A-Finale Leute mit, die mit Slicks in der ÖM in die Punkteränge kämen! Der Nachwuchs scheint also da zu sein. Allein wenn man sich die Performance von ÖM-Fahrern wie Martinz, Bizjak, Kohlbacher oder Breitegger anschaut, die sich seit dem Vorjahr ganz drastisch verbessert haben, braucht man sich um die Zukunft keine Sorgen mehr zu machen.



Aber auch im Michelin-Pilot Cup gehts heftig her. Nachdem der Erste des Vorjahres abgewandert ist, zeigt der Fünfte des Vorjahres, der versierte Zwölftonprofi Alex Langer den anderen, was Sache ist.

Im Zeittraning hängt er dem Zweiten (Prankl) gleich fast zwei Sekunden um und immerhin fahren ja Leute wie Schrank (großer Endurofahrer) und Anger (Spitzenmann des Vorjahres) auch noch mit.

Im ersten Rennen leistet sich das Xanderl einen völlig umsonstigen Frühstart und bekommt dafür eine 10-Sekunden-Strafe. Der die Strafe anzeigende Rennleiter stellt sich auch noch so geschickt hin, das die Führungsgruppe aus der ersten Runde kommend abbremsen und nach innen ziehen muß, um ihn überhaupt am Leben zu lassen. Im Falle eines Sturzes an dieser Stelle (mehrmals passiert an diesem Tag) wäre die Rettung unbedingt von Nöten gewesen. Auch zu überdenken.

Noch vor der dritten Runde tritt das Xanderl als bis dahin überlegen Führender die Strafe an und kann sich danach wieder auf Platz 10 (wiedereingeordnet als 16.) vorkämpfen, wo es ihn dann auf die Murmel schnalzt und er wieder 15. ist. Am Ende wirds ein 12. Platz mit der schnellsten Runde des Rennens und immerhin 9 Punkten.

Im zweiten Rennen startet er vorsichtig, aber gut, und gewinnt den Holeshot. Was danach passiert ist eine Demonstration, was man mit Straßenreifen anrichten kann. Keiner der anderen kann auch nur annähernd mitgehen und als das Rennen wegen einsetzendem Regen unverständlicherweise abgebrochen wird, liegt er mit über fünf Sekunden in Führung. Nach nur fünf Runden.
Der Abbruch war nicht nachzuvollziehbar und auch nahezu alle vorne platzierten Fahrer wären gerne weitergefahren, besonders der Herr Schrank, der ja schon bewiesen hat, das er im Nassen eine Macht ist.
So wurde das Rennen nach Abbruch voll gewertet und die Machtverhältnisse sind gegenüber dem Vorjahr leicht verändert. Es bleibt abzuwarten, ob der Herr Anger seine Ankündigung, heuer alles zu gewinnen auch einhalten können wird. Dürfte schwierig werden, nach den Ergebnissen des ersten Rennens.



Eine kleine Anmerkung noch zu den Zeitstrafen:

Diese Strafe wird als Stop-and-Go Strafe bezeichnet, was nicht nur irreführend sondern schlicht weg falsch ist. Bei diesem Rennleiter dauerten aber die Strafen länger. Fünf von sechs mitgestoppten Strafen lagen zwischen 12 und 14 Sekunden ab Stillstand des Motorrades. Zusätzlich zerrte er auch noch irgendwelches Gerümpel vor die stehenden Motorräder, das er erst wegräumen mußte, damit der Fahrer wieder wegkommt.

Jede Ahndung wegen Frühstarts war völlig gerechtfertigt, es darf aber nicht sein, daß sich Funktionäre selbst eine so große Bedeutung geben und auf unnötige Art ins Renngeschehen eingreifen. Wenn die Strafe 10 Sekunden dauern soll, dann darf sie auch längstens 10 Sekunden dauern. Und nicht 15. Bei der heutigen Dichte, gerade zu Beginn eines Rennens, zählt jede Sekunde.

Mario Martinz mußte dies auch schmerzhaft zur Kenntnis nehmen, nachdem er als Zweiter seine Strafe (14 Sekunden) antrat und danach viel zu lange an 19. Stelle festsaß.



Ein wie immer völlig begeisterter Käptn.

kann man sich die ergebnislisten anschaun??

Umständ noch heit auf

http://www.supermoto-racing.at

oda

[url=http://www.kart-data.com/Ergebnisse2004/ergebnisse_crono.htm]Fehlermeldung Ergebnisse

…brav kommentiert hot er wieda der Kapitano - gut so!
I nix gwesen - woa feig von wegen Regen … najo …schod wie’s ausschaut!!!

Schönen Tag zu wünschen und dank f.den Bericht!
LG MadMax Ferkale

Host original wos vasamt, bsundars den Reiter im Regn und des Xanderl im zweitn Lauf, des wor sehr org!

…Termin!
;o)
hülft eh nix - baba!