Samstag Abend im Kloster. Pater Johannes wöchentliches Bad wird fällig.
Die alte Schwester Dorothea, die normalerweise das Bad des Paters einlässt
ist krank, so dass die junge Schwester Brigitte die Ehre hat.
Schwester Dorothea instruiert ihre unerfahrene Novizin sich abzuwenden, wenn
der Pater der Wanne be- oder entsteige und einfach den Anordnungen Folge zu
leisten.
Am nächsten Morgen kam Brigitte ganz aufgeregt zu Schwester Dorothea und
erzählte ihr mit roten Backen: „Schwester! Ich bin errettet!“
„Errettet? Wie kommt’s?“ fragte die ältere Nonne.
„Als Vater Johannes in der Wanne saß bat er mich, ihn zu waschen.
Und während ich mit dem Waschlappen so herum fuhr, leitete er meine Hand
immer weiter nach unten, bis er mir sagte ich habe den Schlüssel zum
Himmelreich in der Hand.“
„Tatsäschlich…“ murmelte Dorothea.
„Dann sagte er, wenn sein Schlüssel in mein Schloss passe, würden sich die
Pforten des Himmels für mich öffnen und ich wäre errettet. Und dann hat er
seinen Schlüssel in mein Schloss gesteckt.“
„So, so. Und dann?“ fragte die alte Nonne „Nun, erst tat es ein bisschen weh
und ich hatte schon Angst der Schlüssel passe nicht.
Doch der Pater meinte ich solle mit keine Gedanken machen, der Weg zur
Errettung sei oft schmerzhaft und dass mein Herz bald vor Freude
überschäumen würde und genau so war es. Es war ein unglaubliches Gefühl der
Errettung.“
„Dieser alte Teufel!“ schimpfte Dorothea plötzlich los. „Und mich lässt er
seit 40 Jahren nur die Posaune Gabriels blasen.“
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so gehts also zu in den alten gemäuern
nik