Mein Leidensweg mit dem Werkstattservice fing schon früh an:
1992 holte ich meine neue GS500E von der 1000er Inspektion ab und war auf dem Weg nach Hause.
Nach 10 Minuten Fahrt stand ich in einer Rauchwolke. Nach dem Einstellen des Ventilspiels haben die Mechaniker die Nockenwellendeckeldichtung ruiniert und das Öl tropfte auf den Auspuff. Ich frage mich, wie soetwas bei der Probefahrt, die angeblich gemacht wurde, nicht auffiel.
Nachdem die Suzuki - Werkstatt mit beim Reifenwechsel auch die Felgen zerkratzt hat, hab ich alles selber gemacht.
Jetzt stand Bock 4 Jahre unbewegt aber angemeldet im Keller, bis ich wieder Zeit hatte. Ich habe das Motorrad auseinandergenommen, gereinigt und hier und da ein Ersatztei ersetzt.
Bei der ersten Probefahrt lief es auch einwandfrei. Leerlauf, Gas- nichts zu bemängeln.
Leider blieb Sie dann am nächsten Tag auf dem Weg zum TÜV stehen. Ich hatte an neuen Dichtungen für den Vergaser gespart und zuviel Hylomar benutzt. Die Schwimmernadel hakte und als der Sprit in der Kammer weg war, war es aus. Beim Saubermachen des Vergasers (jetzt neuen Dichtungen) habe ich dann bemerkt, dass es zwichen den Vergasern im Zulauf ein Leck gab.
Da wurde es mir zu bunt und ich wollte es dann mit dem Suzuki - Händler
in Düsseldorf probieren.
Ich brachte also den Vergaser zum Händler und gab eine Reinigung in Auftrag. Kostenschätzung:90€
Telefonisch kam dann die Hiobsbotschaft:
Der Vergaser ist nicht zu retten. Überall Benzinstein, die Kanäle seien dicht.
Das kam mir schon sehr spanisch vor, da der Motor unter Last und Leerlauf bei der ersten Fahrt ohne Probleme lief.
Mir wurde vorgeschlagen, einen anderen Vergaser zu kaufen. Der Händler könnte einen Gebrauchten für 130€ besorgen und überholen. Mit dem bisher angefallenen Kosten kämen dann 280€ zusammen.
Das fand ich nicht plausibel, daher bin ich zum Händler und wollte den Vergaser abholen. Der Verkäufer fragte noch, was ich denn jetzt vorhätte, und da meinte ich, ich wolle es selber probieren.
Da kam er dann mit etwas nettem raus: Ich könne den Vergaser definitiv nicht mehr reparieren, da beim auseinanderbauen der Schlitz einer Düse ausgeschlagen ist. Ein Versuch, diese auszubohren ist gescheitert. Tatsächlich konnte man die Reste der Düse mit dem Bohrloch erkennen.
„Das saß aufgrund des starken Benzinsteins völlig fest.“
Da ist aber kaum Benzinstein.
Ich musste dann auch noch 60€ für die bisher geleistete Mechanikerstunde zahlen, bevor ich den Laden völlig sauer verließ.
Ein Freund von mir meinte, dass er die Düse wieder rausbekommt.
Mechaniker sind ja auch nur Menschen und machen Fehler- aber damit auch noch extra - Kohle machen zu wollen, ist unmöglich.
Hiermit also ein Gruss alle Händler:
Ich würde euch ja gerne die teuren Mechanikerstunden zahlen. Dafür erwarte ich nicht viel, nur:
- Keine stüpmperhafte Arbeit
- Ich will nicht angelogen werden
Wenn der Händler Dir was kaputtmacht, muß er es wieder richten oder für Ersatz sorgen. Für so etwas ist er nötigenfalls auch versichert.
Er darf Dir keine Schrauben/Düsen kaputtdrehen, dafür ist er Fachmann. Wenn er er etwas nicht aufbekommt, muß er Dich vorher fragen, ob er sie auch notfalls zerstören darf, und ob Du für die Folgekosten aufkommst. Ansonsten muß er dir das Teil unrepariert zurückgeben.
Und nur dann darf er Dir auch die Arbeit berechnen.
Geh noch mal hin und erklär ihm das. (O:
Bei welcher Händler war das denn?
Gruß
Traurige Geschichte, Christoph. Eigentlich ist das Betrug, oder?
Solche Stories kann ich als Besitzer von italienischen Motorrädern zu Hauf aufzählen. Aber das würde Bücher füllen.
Fazit:
- Italiener bauen keine schlechteren Motorräder.
- Händler/Mechaniker sind häufig schlicht zu faul.
- Und vom Ausbildungsniveau her will ich gar nicht erst beginnen.
- Wer mal einen guten, ich meine WIRKLICH guten, Mechaniker gefunden hat, muss den UNBEDINGT behalten! Davon kenne ich auch zwei.
Und das geht auch Fahrern von japanischen/deutschen/englischen Motorrädern in meinem Bekanntenkreis so.
Gruss
Sam
Er darf Dir keine Schrauben/Düsen kaputtdrehen, dafür ist er Fachmann. Wenn er er etwas nicht aufbekommt, muß er Dich vorher fragen, ob er sie auch notfalls zerstören darf, und ob Du für die Folgekosten aufkommst. Ansonsten muß er dir das Teil unrepariert zurückgeben.
Und nur dann darf er Dir auch die Arbeit berechnen.
Hmm, das Argument hätte mir einfallen müssen. Ist plausiebel.
Geh noch mal hin und erklär ihm das. (O:
Ist schon 3 Wochen her, ich rühre das jetzt nicht mehr auf.
Der sieht mich nur nie wieder.
Bei welcher Händler war das denn?
Mansour in Düsseldorf
Traurige Geschichte, Christoph. Eigentlich ist das Betrug, oder?
Hmm, jedenfalls ist es auf alle Fälle nicht die gesetzlich korrekte Vorgehensweise bei der Sachlage und reiht sich nathlos in die anderen Erfahrungen, die ich mit dem Service für mein Auto erlebt habe
1. Fall (Offizieller VW - Händler in Du): bei 75000 Km Geräusche wie Loch im Auspuff. Werkstatt behebt das Problem: 160DM für neue Dichtung zwischen Motorblock und Krümmer und Einbau.=>Geräusch weg.
90.000KM: Geräusch wieder da;jetzt hab ich selber nachgesehen: Diesmal nicht die Dichtung, sondern 3 Risse im Krümmer. Bei der Demontage hab ich festgestellt, dass die Dichtung an einer Seite schwarz war. Dort war also damals die Undichtigkeit. Die Dichtung wurde definitiv nicht gewechselt.An dieser Seite haben sich auch auch die Risse gebildet.
Die Diagnose ist klar: Ich habe damals 160DM für einmal Schraube festziehen beszahlt. Nur haben die Stümper die Schrauben nur über der undichten Stelle einseitig festgezogen. Ich hab in meiner Lehre gelernt, Schrauben nur über Kreuz anzuziehen, da es sonst zu Verspannungen kommt. Genau dieses einseitige Anziehen hat den Krümmer ruiniert. Die Risse waren an genau den Stellen, an denen durch einseitiges Anziehen Kräfte entstehen.
Also doppelt schlimm: Nicht geleistete Arbeit abgerechnet und mit stümperhafter Reparatur den Krümmer ruiniert=270DM Schaden.
2. Getriebewechsel bei einem ehemaligen Seat-Händler:
Anscheinend ein Getriebe eingebaut, dass eine andere Übersetzung hat:
1. Getriebe: bei 5500 Umdrehungen 180km/h
2. Getriebe: bei 5500 Umdrehungen 170km/h
Also kein baugleiches Getriebe, aber es lief. Nach 10000km Krachen beim Gangwechsel zwischen 1. und 2. Gang->Synchronring kaputt. Auf Garantie reparieren lassen. Laut Inhaber der Werkstatt sind alle 5 Synchronringe gewechselt worden. Komisch nur: Das Getriebe hat plötzlich wieder die alte Übersetzung:
Bei 5500 Umdrehungen 180km/h
=> anderes Getriebe (vieleicht mein altes?) eingebaut und mir das Blaue vom Himmel gelogen.
3. Dann probier ich es halt mit ATU:
Bremsbeläge hinten wechseln. Sollte 55 €+Bremsbeläge kosten. Die legen los und stellen fest, dass die Scheiben hin sind. Der Mechaniker holt seinen Chef und der macht mir einen Preis von 60€ für den Scheibenwechsel. ZUSÄTZLICH wohlgemerkt!! 55 € Für den Bremsbelagwechsel+60€ für den Scheibenwechsel=115€ gesamt.
Die Rechnen einfach die Arbeiten für die Bremsbelagdemontage , die sich ja 100% mit dem Scheibenwechsel überschneiden, doppelt ab. Ich habs dann selber gemacht und nach der Bremsbelagdemontage gestoppt, wie lange es mehr dauert, die Scheiben auch noch zu wechseln: 4 Minuten! Grade mal 4 Schrauben und zwei Hammerschläge hat es gekostet.
Und dafür wollen die 60€!!
Ich hab den Chef meine Meinung gesagt und der meinte, mag ja sein, aber Sie orientieren sich halt an den Sätzen der VW-Werkstätten und die berechnen es genauso.
Absolut erbärmlich. Bei allen Werkstattbesuchen der letzten 15 Jahren bin ich zu 100% verar… worden.
Das letzte Erlebnis war die „vergessene“ Dichtung um den Luftfilterkasten meiner V-Strom
[image]http://krollpeter.com/forum/images/PeterKroll/Secondaries/Secondaries4.jpg[/image]
Ich sage nicht, dass es nicht auch ordentliche Werkstaetten gibt. Aber es scheint immer schwieriger zu werden eine solche zu finden … ?
Jetzt bringe ich meine Karre in meine Audi Werkstatt. Ich habe mit dem Eigentuemer eine Vereinbarung getroffen, dass ich den Mechaniker nach Stundensatz bezahle und in der Werkstatt dabei bleibe. Das klappt soweit gut. Denn zu Hause habe ich schlechte Moeglichkeiten die groesseren Servicearbeiten vorzunehmen, und der Mann hat wenigstens Ahnung von Fahrzeugen und Motoren. Der Nachteil ist ich muss halt immer die Zeit mitbringen dabei zu sein.
Gruesse
Peter
Die TL1000S war/ist ein tolles Bike. Der große Mangel des Bock’‚s war nicht das Teil, sondern die Unfähigkeit der Schrauber mit der Einspritzanlage ud dem Rest umzugehen. Wegen einer verbogenen Bremsscheibe meines ehemaligen Reifenhändlers (das kann nicht sein, wir montieren täglich zig Reifen und das hatten wir noch nie) habe ich kurzerhand einen Reifenhandel angemeldet. Und die Schutzgebühr (Beträge für Inspektionsmurkserei in den ersten zwei Jahren) zahle ich nur zum Garantieerhalt. Nach der Inspektion wird das Teil 0rdentlich durchgechekt. Wer weiss schon was der Schrauber aufgrund von Zeitmangel wieder alles vermurkst hat. Aber es gibt auch wenige Ausnahmen. Ich fahre von Ulm 80Km bis Reutlingen. Ich habe bei Motorrad Speer mit dem Meister Martin Keller meinen Meister gefunden. Wer‘‚s nicht glaub kann‘'s ja mal ausprobieren. Der Martin ist der einzige, den ich ohne Aufsicht an meinem Motorrad schrauben lasse.
Hans, der mit der TL
Meine Empfehlung
www.speer-racing.com
Hallo!
Jetzt macht mir bitte keine Angst mit den Horrorstories.
Habe mir am Wochenende nach langer Abstinenz wieder ein Maschinchen gegönnt und bringe sie diese Woche zum Check up in eine Werkstatt.
Da hoffe ich mal, dass ich an einen Fachmann gerate, der seinem Namen alle Ehre macht… ![]()
Wer selber schraubt, braucht auch Überblick über alle Wartungsintervalle – Ölwechsel, Kette, Bremsflüssigkeit, Reifen. Ich hab mir dafür die App WartungsPlaner geholt: man trägt alle Fahrzeuge ein, hinterlegt individuelle Intervalle, und kriegt Erinnerungen bevor die Frist abläuft. Besonders praktisch wenn man mehrere Bikes hat oder das Motorrad saisonal steht und man im Frühling eh alles vergessen hat ![]()