meine Kinder sind soweit, sie möchten Motorrad fahren.
Leider haben die Fahrschulen nur schwere unhandliche Maschinen.
Ich habe nach Richtlinien für Fahrschulmaschinen gesucht und gefunden.
2.2.1 Für Klasse A ohne Leistungsbeschränkung bei direktem Zugang:
Krafträder der Klasse A
Motorleistung mindestens 44 kW
2.2.2 Für Klasse A mit Leistungsbeschränkung:
Krafträder der Klasse A
Motorleistung mindestens 20 kW, aber nicht mehr als 25 kW
Verhältnis Leistung/Leermasse von nicht mehr als 0,16 kW/kg
Hubraum mindestens 250 cm³
durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit mindestens 130 km/h.
Ist es richtig wenn annehme, dass bei Klass A mit Leistungsbeschränkung, mit einer Maschine von 125 bis 157 kg geschult werden muß ?
Vom Fahrlehrerverband NRW erhielt ich keine gegenteilige Auskunft.
Allerdings kam der Einwand, die Fahrlehrer müssen doch die zukünftige Maschinen ihrer Fahrschüler berücksichtigen.
Ich denke die Vorschrift ist eindeutig, danach darf die Fahrschulmaschine nur Maximal
125 bis 157 kg Leergewicht haben.
Ein weiterer Einwand, kam noch hinzu, ab 2013 sollen sich die Vorgaben verändern in:
Klasse A mit Leistungsbeschränkung
von ?? bis 35 KW
mindesten 400 ccm
Verhältnis Leistung/Leermasse von nicht mehr als ?? kW/kg
Das scheint mir ein grundsätzliches Problem zu sein.
Welche aktuellen Motorräder entsprechen denn den gesetzlichen Richtlinien ?
Ich konnte keine mehr finden, allerdings habe ich Oldtimer bei meiner Suche nicht berücksichtigt.
Kleine und leichte Fahrschüler brauchen aber 20 KW und 125 kg
damit sie das Fahren erst mal lernen können.
Stattdessen werden sie mit Gewichtsboliden wie SV 650, CB 500 konfrontiert.
Das treibt die Ausbildungszeit und die Kosten für die Fahrschüler in die Höhe.
Den „schwarzen Peter“ kann man bei den Fahrschulen nicht allein sehen,
wenn der Markt keine entsprechenden Maschinen hergibt.
Können sie die Sachlage klären, ich komme als Einzelperson nicht weiter ?
Hallo,
mit der Angabe 0,16 kW/kg wird das Mindestleistungsgewicht der Fahrschulmaschiene angegeben.
Die Angabe sagt also aus das ein Motorrad mit 20 kW mindestens 125 kg wiegen muss und dementsprechend ein Motorrad mit 25 kW mindestens 157 kg.
Nach oben hin sind also keine Grenzen gesetzt. Die benutzten Fahrschulmaschienen entsprechen also alle den Richtlinien.
Die Regelung dient meiner Meinung nach auch dazu jugendlichen Übermut einzubremsen. Denn 34 Ps auf 100 Kilo würden durchaus auch eine gewisse Fahrdynamik entwicklen
Aber dennoch ist es meiner Meinung nach angebracht auf den typischen Fahrschulmaschienen zu lernen.
Denn die wenigsten Einsteiger werden nach dem Erwerb des großen Führescheins freiwillig auf eine 125er steigen.
Auch wenn das geringe Gewicht gerade für den Anfang sehr praktisch ist.
Aber ich denke auch deine Kinder werden nach ein wenig Eingewöhnung mit dem Motorrad zurechtkommen.
können bei uns in Österreich einkaufen, was sie wollen (sofern die Richtlinien erfüllt werden). Was sind denn das für „schwere, unhandliche“ Fahrschulmotorräder, die bei euch verwendet werden?
Hm, normalerweise sind die Maschinen in einer Fahrschule doch eh schön gestaffelt? In meinem Fall (der noch nicht so lange zurückliegt) war das folgende Staffelung:
Einfahrtag am Übungsplatz: 125er
Erste Ausfahrt: 250er
zweite Ausfahrt: CB 500
dritte Ausfahrt: Monster 696
… auf der Monster bin ich hängen geblieben, danach hab ich die noch angebotene Kawasaki ER6n abgelehnt
Da tastet man sich doch eh schön aufwärts und kriegt nur dann das nächste Bike, wenn der Fahrlehrer sagt dass man soweit ist?
ich glaub das kam falsch rüber
Ich meinte, dass es Maschinen verschiedener "schwere"klassen gibt, mit denen man sich dann herantasten kann unter aufsicht
mein Problem ist eigentlich gelöst.
Kleine und leichte Fahrschüler klagen häufig darüber das sie die
zur Verfügung gestelle Maschine nicht richtig händeln können.
Sie ist ihnen zu schwer, zu hoch und wegen dem hohen Schwepunkt
zu unhandlich.
Eigentlich ist das ein Fahrschulproblem und das des Fahrschülers.
Wer sich eine Fahrschule aussucht mit nur einer Maschine für alle,
das heißt, die Fahrschulmaschine ist auch gleichzeitig das Ausflugsmoped
für den Fahrlehrer und somit ein Kompromis zwischen den privaten Bedürfnissen
des Fahrlehrers und denen des Schülers kann es mit einem leichten und
handlichen Übungsobjekt auch nicht klappen.
Wenn weiterhin der Fahrschüler das Bedürfnis hat, schon in der Fahrschule
seine zukünftige Maschine zu fahren dann wird es eben teuer und schwer zu
erlernen.
Die Fahrschule zu benutzen um seinen zukünftigen Traum schon mal kennen zu lernen
ist unwirtschaftlich. Sie können sich ja auch etwas leichteres und handliches aussuchen
und dann mit weniger Stunden die Übungen absolvieren.
Um den Schein zu machen reicht doch ein 20 kW Gerät mit einem Minimalgewicht
ab 125 kg aus. damit müsste doch jeder zurecht kommen.
Ansonsten bleibt wohl nur der Auslandsführerschein in Liliput.
Danke für eure Hilfe.
Das ist ein Fahrschülerproblem.
Man gewöhnt sich mit der Zeit an die Eigenheiten jedes Motorrades, nur neigen viele Leute dazu, bei jedem kleinen Problem die Schuld überall zu suchen, nur nicht bei sich selbst.
Also: Die Maschine ist nicht zu gross, zu schwer, zu unhandlich, sondern der Fahrschüler ist zu dämlich. Dagegen gibt es nur ein Mittel: üben, Üben, ÜBEN.