Ich werde in kürze nach Wien ziehen und aufgrund der Verkehrs- und Parksituation mein Auto verkaufen. Das gibt mir die Möglichkeit mir einen langgehegden Wunsch zu erfüllen. Ich möchte mir nach Ende dieser Saison ein gebrauchtes Motorrad zulegen. Folgende Anforderungen stehen für mich im Vordergrund:
Stadttauglich
zuverlässig
pflegeleicht und günstig in der Erhaltung (bin leider kein Schrauber)
für kurze Überlandtouren (Wochenendausflüge) geeignet
preisgünstig in der Anschaffung
Ich hab zuerst überlegt, mir einen Roller zuzulegen. Wäre vermutlich das vernünftigste in der Stadt aber ihr wisst ja bestimmt, wie das mit der Vernunft so ist.
Vom Optischen gefallen mir die Supermotos sehr gut. Und soweit ich das beurteilen kann sind die auch für die Stadt gemacht. Leider fehlt mir aber jegliche Bike-Erfahrung. hab vor 11 Jahren den A-Schein gemacht und seitdem leider kein eigenes besessen.
Ich würde mich freuen wenn ihr mir Eure Erfahrungen bzgl. stadtgeeigneter Motorräder mitteilt. Gibt es Alternativen zu den Supermotos?
125er, 250er oder doch was Größeres? sind 600er nicht etwas zu schwer und zu stark für die Stadt? Mein Budget ist etwa mit 3000 Euro geplant.
die Idee mit dem Roller ist so schlecht nun auch wieder nicht … Wetterschutz wär das passende Stichwort.
sonst taugt jede Maschine mit aufrechter Sitzposition und schmaler Front …
für´s kleine Geldbörsel ist die Honda CB 500 eine Überlegung wert.
sehr handlich und zuverlässig …
ist die honda hornet auch ziemlich geeignet… als stadtgerät UND zum rausfahren!
600 ccm und des passt dann scho!
und vorallem gibts genug auswahl von denen und leistbar sinds ausserdem!
ansonsten gibts eine neue 6er yamaha fazer jetzt schon um 6000 euro, also kann a gebrauchte 600er nimma die welt kosten!
andrerseits sind die supersportler auch stadttauglich… ich fuhr jeden tag mit meiner 6er ninja durch die stadt und hatte NIE probleme damit… und ausserhalb der stadt is sie ausserdem nett zu fahren
aber dafür is die sitzposition eben unbequemer!
ABER du solltest beachten dass es in wien so a gschicht is bike-besitzer zu sein (so hört und liest man)
wird ja doch SEHR viel gfladert in wien… WEIT mehr als z.B in Graz!
in da stadt vergessen. da sind 110° keine seltenheit… und wenns heiß ist gehts rauf bis 120°, da dreh ich dann ab bzw. dreh bei jeder ampel ab um das zu verhindern.
Is leider ein Irrtum. Solche Aktionspreise schlagen auf die Gebrauchtpreise leider kaum durch. Eher tritt der Fall ein, dass die Fazer ein paar Jahre ohne Wertverlust auskommt.
am nächsten vom fahrgefühl und optisch am ähnlichsten, wäre vielleicht eine enduro.
falls du diesem typ motorrad etwas abgewinnen kannst …
eine dr.big (einzylinder-suzuki 800er, braucht ca. 5 l/100 und ist vgl.weise sehr wendig in der stadt) gibt es bei den gebrauchten. sie ist in der nähe von wels ‚zuhause‘ (viell. ist das ja in deiner momentanen wohnnähe ?) und hat supermoto-räder + einen neuen motor… ich interessiere mich auch dafür, habe aber auch 2 alternativen – die 2. 800er (in wien) ist neuwertig, aber letztmodell. optisch anders, nur 42 ps - aber viell. gerade das richtige für dich (?)…von den beiden inserierten 750er ist nur mehr die rote in der stmk. zu haben… eventuell
ebenfalls vernünftig/locker im budgetrahmen wäre eine honda transalp (600er v-motor, 2zylinder).
die legendäre yamaha xt 1zylinder nicht zu vergessen. für wochenendausflüge, die auch mittlere autobahndistanzen beinhalten, aber nicht zu empfehlen. für stadt und landesstraßen unbedingt.
Sonst alles mit nicht zu viel Verkleidung und schmaler Silhouette, also am besten nackert. Die ER-5 oder 6 kann ich aus eigener Erfahrung bestens empfehlen, alternativ die ewigen Konkurrenten Honda CB oder CBF 500 oder 600 und Suzuki GS 500.
Du könntest natürlich auch Einzylinder überlegen wie die Suzuki Freewind 650 oder Honda Dominator 500.
GPZ und KLE kenne ich vom Fahrgefühl her zwar nicht, aber die haben denselben Motor wie meine ER-5, bestens stadttauglich. Wobei die GPZ vielleicht etwas zu sportlich ausgelegt ist - wer braucht in der Stadt eine Vollverkleidung? KLE dürfte dagegen gut gehen.
Wenn es ein bisserl giftiger sein darf (und teuerer), kommen dann auch schon die Fazer und die Hornet in Frage.
Und sicher - immer - eine Überlegung wert, sind die Yamaha Teneré oder die Honda Transalp (wobei mir die vielleicht schon ein bisserl zu breit wäre, dafür geschickter auch bei Überlandfahrten.
Du kannst natürlich auch mit 125ern anfangen, z.B. der Honda Varadero 125. Genügt in der Stadt völlig, nur draußen wird es eine fade Sache werden. Wer den A-Schein hat, steigt immer früher oder später um. Aber zum Wiedereinsteigen sicher eine feine Sache.
Nur als Beispiel: [url=http://www.1000ps.at/gebrauchtes-motorrad-276895-HONDA_Varadero_125]http://www.1000ps.at/gebrauchtes-motorrad-276895-HONDA_Varadero_125[/url]
Alle diese Modelle sollten mit deinem Budget leistbar sein - meine ER-5 habe ich um 2200,- gekauft (Bj. 99), und das geht sicher noch billiger.
Und sonst gilt nur, was ich immer predige: viel probefahren und vergleichen! Niemand weiß, wie du drauf sitzen wirst (die ER-5 und CBF sind z.B. relativ niedrig) und mit dem Handling zurechtkommst - außer dir selber.
Mach dir keine Hosen voll, dass dein Führerschein schon so lang her ist. Das war meiner auch - kommt sehr schnell wieder. Ein paar Übungsrunden, vielleicht im Hof des Händlers deines Vertrauens, und ein Fahrtechniktraining beim ÖAMTC (immer gut!), und geht scho.
schonmal für Eure zahlreichen Tips. Da kann ich mir ja einige Radln anschaun.
Ich bin halt immer noch am grübeln ob nicht ein kleinerer Hubraum besser wäre. Nichtnur wegen des geringeren Gewichts der Bikes sondern auch vom Verbrauch und den Versicherungskosten und so weiter. Es gibt ja zB auch 125er mit knapp 30ps (Cagiva…), stell ich mir vom Handling und der Leistung auch sehr nett vor. Hab aber keine Erfahrungen damit.
Die grossen Supermotos sind leider alle momentan noch ausser meiner Preislichen reichweite, und bei den 125 Supermotos weiss ich nicht ob ich mit den 15 PS viel Freude haben werden.
Was denkt ihr, werd ich mit einer 125/250 für meine Studentenzeit (ja ich geh mit 30 nochmal studieren ) auskommen?
125er (2takt) mit 30 ps sind nicht alltagstauglich. du brauchst 4-5000 min¹, um anfahren zu können. kannst meine probieren, wenn du möchtest. dann weißt du, was ich meine.
Ich habe durchaus mit meiner 125er Honda Shadow (ja, ich stehe dazu!) 2 Jahre lang viel Spaß gehabt, und hätte sie wohl jetzt noch, wenn ich sie nicht auf Grund eines Defektes eingetauscht hätte. Trotz „nur“ 15 PS.
Natürlich brennen dich „draußen“ alle her, und da im Forum wirst du auch nur mitleidig belächtelt. Aber in der Stadt und rundherum ist sie absolut tauglich, und wenn du nicht grad mit Größeren mithalten willst, kannst du auch Ausfahrten damit machen. Von Ampel zu Ampel sind die PS sowieso wurscht - wer dir bei der ersten Ampel den Auspuff zeigt, den holst du bei der nächsten wieder ein, wenn er bei rot steht.
Von den Kosten her sind die 125er sowieso unschlagbar … 80,- im Jahr für Versicherung und Steuer, 4l/100km Sprit.
Das Problem ist halt, dass man, um soviel Leistung wie möglich rauszukriegen, ständig hochdreht und an der Drehzahlgrenze fährt (wenn es geht, also in der Stadt weniger), und das ist nicht grad das Beste für den Motor. Wer es ruhiger angeht, der wird mit den V2 von Shadow oder Varadero sicher lang Freude haben.
Mit den Cagiva hab ich keine Erfahrung, aber bei deinem Nick brauchst du sowieso eine „Elefant“.
der Unterschied zwischen einer 250er und einer 500 bei den Steuern ist nicht die Welt, ich zahle 23 Euro Steuer und Versicherung für meine 500er.
Für die Stadt alleine ist ein 250er Roller sicher nicht schlecht, ebenso eine kleine Enduro, wenn du aber auch aus der Stadt rauswillst würde ich mindestens zu einer 500er greifen.