LC 4 Motor: Lebensdauer??

hab mir das vor kurzem aber wieder überlegt und such jetzt ne XR650R!
Hat ja immerhin auch 61PS (Serie) und mit 122kg is sie ja auch um einiges leichter (ok, macht natürlich auch der E-Starter aus)!
Und von der Lebensdauer brauchen wir eh net sprechen…

lg, chris

genau des is des Problem. Und donn is des Moped a Schaß wenns net holt.

Das stimmt nicht ganz.
Du mußt Dich lösen von der Meinung, alle Motoren, egal ob Ein- oder Sechszylinder wären gleich zu warten und zu bedienen!

Ein Einzylinder ist schon aufgrund seines Schwingungsverhaltens wesentlich höher beansprucht als z.B. ein (seltener) Sechszylinder (der ist bezüglich Kräften und Momenten am besten ausgeglichen von allen Möglichkeiten (ich denke bis zur 6.Ordnung völlig ausgeglichen)).

Und auf die Lebensdauer bezogen sind die Schwigungen das Problem und nicht der Explosionsdruck oder die Drehmomentschwankungen.

Eine Varadero muß auch alle 6000 zur Dialyse, und die ist von Honda und ein 1000er V2 (90°, auch schlecht ausgeglichen).

Normalerweise sollte ein LC4 frühestens nach ca. 30 tkm einer großen Reviesion unterzogen werden mit zumindest einem kompletten Lagerwechsel und Ölaustausch. Es schadet nicht, alle ca. 15 tkm das Nockenwellenlager zu tauschen.

Vor 1999 waren die Motoren wesentlich anfälliger. Die Gründe dazu sind vielfältig und korrespondierend, daher nicht einfach so aufzuzählen.

Meine LC4 hat 27 tkm drauf und bis jetzt ist außer der Lichtmaschine (meine Schuld) und einem hinteren Ritze´l (meine Schuld) nix eingegangen.
Ich fahr aber auch immer die ersten 10 km oder 10 min. auf Halbgas und auch gegen Ende der Tour nur mehr sehr locker. Genauso, wie mans beim Laufen oder Radfahren auch machen sollte.
Immer zu früh Ölwechseln, gutes Öl und alle 5000 die Ventile einstellen.
Sollte ewiges Leben garantieren.

duke620e 37000km

gelesen, dass sich die Haltbarkeit eines KFZ mit der Dritten Potenz der Belastung reduziert. Also, wenn ich ein Gerät doppelt so hart rannehme, hält es nur ein Achtel der Zeit. Das war zwar für Autos gedacht, aber wird so oder so ähnlich auch für Motorräder zutreffen, wobei diese aber schon von Haus aus für härtere Belastungen konzipiert sind.
Wenn der Motor einer LC4 bei entsprechender Beanspruchung und entsprechendem Service eh über 20000km hält, finde ich das einen guten Wert. Und wenn man sich eine LC4 als Tourenmaschine kauft, hat man eh was falsch gemacht.

Bei einer ZX6R von 1998 weiss ich, dass nach 60000km eine Motorzerlegung beim Service gemacht wird. Wann ist denn das bei der LC4 vorgesehen?

Interesse für etwas bedeutet nicht automatisch, dass man auch die Zusammenhänge versteht. Wenn sich einer mit einer 600er am Ring die Gurke gibt und der Motor nach 20000km meint, dass er jetzt alt genug für die Pension sei, wundert sich keiner. Aber wenn einer einen Einzylinder auf der Strasse am Begrenzer treibt ist das ein Qualitätsmangel.

Ab wann wurden Ausgleichswellen verbaut? :slight_smile:

ich hatte eine 650er dominator, also einen großvolumigen luftgekühlten eintopf.
ich habe das motorrad im jahr 96 neu gekauft und 2000 mit 100.000km verkauft. der motor und das getriebe sowie das gesamte motorrad ist zu diesem zeitpunkt noch immer problemlos gelaufen. dazwischen lagen auch materialmordende gebiete wie die isländischen geröllwüsten oder die sahara. bis etwa km 70.000 habe ich zumindest jeden zweiten ölwechsel machen lassen, danach hin und wieder selbst, oder auch nicht. natürlich schaut man drauf, dass der motor halbwegs warm gelaufen ist, bevor man ihn tretet, allerdings bin ich der meinung, dass ein motorrad hauptsächlich dazu da ist gefahren zu werden. wenns das nicht aushält, hätte es besser kein motorrad werden sollen.

grüße
„koasa“

Du schreibst, dass die älteren Motoren anfälliger waren als die neuen.
Das macht mir insoferne Angst, als ich bekennender Anhänger des alten Motors bin (im schwarzen Gehäuse) und diesen immer extrem Umbaue (auch die Ausgleichswelle muss raus, so wie alle anderen unnötigen Teile), da ich im Innersten davon überzeugt bin, dass die ursprüngliche Konstruktion (ohne Ausgleichswelle und E-Starter) die beste war und in weiterer Folge hauptsächlich auf Grund des Drucks der deutschen Motorjournaille der arme Motor mit immer mehr unnötigen Dingen belastet wurde.
Bei meiner ersten LC4 habe ich den Hubraum durch Erhöhung des Hubs(!) auf echte 650 ccm erweitert und trotzdem keinerlei negativen Erfahrungen bezüglich Haltbarkeit gemacht.
Meine derzeitige hat 670 ccm (auch die Bohrung wurde vergrößert), die drückt aber interessanter Weise bei weitem nicht so an wie die ursprüngliche Version.

hat 23000km drauf.
lg
Tom

hat 23000km drauf.
lg
Tom

also normalerweise sollte doch jeder motor das mitmachen. auch ich hab auf einen einzylinder schon über 100.000km draufgefahren, allerdings gab´s da von honda keine urkunde, weil so etwas doch üblich sein sollte…

grüße
„koasa“

nx 650 dominator (honda) erst ab 100.000. hab´s selbst schon ausprobiert und dann verkauft

Ab ´99 wurde der 640er Motor verbaut.
Auch bei der Schmierung wurde einiges geändert.

Aber was nutzt der beste Murl, wenn der Fahrer ein Dödel ist und kurz nach dem Kaltstart, den Motor ziemlich die Gurke gibt.

Man sollte nicht glauben wie lange der Motor kalt bleibt (z.B. frühmorgens am Weg ins Büro).
Da sind 12-13km oder gute 10min zum Warmfahren keine Seltenheit…

Meine 640er hat 23000km drauf und die ganzen „typischen Motordefekte“ kenne ich nur aus dem Forum und vom hörensagen…

lg
Tom


is ja relativ leicht. Wenn man die Kühlwassertemperatur im Auge behält und den Zeitpunkt erkennt, an dem das Thermostat aufmacht, gehts. Aber beim Motorrad muss man sich halt im Zweifel mehr Zeit lassen.

Dominator ist aber nur sehr eingeschränkt mit einer LC4 vergleichbar. Und dass Du „auch“ in Island warst, sagt noch nicht viel aus. Immerhin ist man auf Geröllpisten selten mit Vollgas unterwegs.

Ölthermometer (statt dem Peilstab drinnen) wird die Sache gleich viel einfacher - unter 65°C fahr ich nur besseres Standgas.
Kühlwasser kann man am Kühler „kontrollieren“, da der gut zugänglich ist.

So und jetzt werde ich den Ofen anreissen für heuer …

lg
Tom

Jede Konstruktion birgt ein Versagensrisiko in sich, das mit der Zahl der Teile und der Komplexität ansteigt.

Eine Ausgleichswelle kann nur einen geringen Effekt haben. Für einen Einzylinder braucht man vier (in Worten vier) Ausgleichswellen für einen guten Ausgleich.

Das ganze nennt sich Lancaster Ausgleich und funktioniert mit 2 Wellen mit Kurbelwellendrehzahl (drehen sich zueinander entgegengesetzt) und zwei Wellen mit doppelter Kurbelwellendrehzahl und halber Unwucht (auch gegensätzlich drehend).

Der Aufwand und Platzbedarf ist aber enorm. Die Wirkung auch. Heute hat ein vernünftig gebauter Vierzylinder einen so ruhigen Lauf, daß es eine Ausgleichswelle kaum nötig macht. Für Sechszylinder ist aber kaum Platz und die Bauteilzahl ist enorm.

danke für dein posting.
glaubst das deine ktm bzw deren motor die 660ccm verträgt, auf längere sicht, mein ich ?

mfg xrvcrawler

danke für deinen beitrag.weiss ja nicht genau, wie weit sich die motoren von der bauart her(also 620, 640 und 660) unterscheiden, aber der 660er is vermutlich doch ein wenig „ausgereizter“ als die anderen(620, 640).auf jeden fall nicht sehr angenehm, wenn man mit diesem km-stand schon einen motorschaden hat…sofern man bei einem motorschaden überhaupt von „angenehm“ sprechen kann…g

mfg xrvcrawler