Moped auf Kleinmotorrad

Ein Freund mit 111er bekommt eine Rieju RR (Enduro) geschenkt. Er kann das Moped, um damit täglich vom Bahnhof in die Arbeit zu kommen, auch gut brauchen.

Drosseln sind alle entfernt und das Risiko erwischt zu werden ist es nicht wert. Versicherung ist für Motorräder oft auch günstiger als für Mopeds und fahren dürfte er sie offen, wenn es typisiert wäre.

Kann er das Moped auf Kleinmotorrad typisieren? Wo? Wie teuer wäre das? Kosten für eine eventuelle Neuanmeldung gibt es nicht, da das Moped eh jetzt schon abgemeldet ist und seit Monaten in einem Keller steht.

Ich kenne eigentlich keine Bestimmung die dagegen sprechen würde. Es handelt sich dann eben um eine Einzelgenehmigung. Natürlich müßen die entsprechendne Bestimmungen der KDV und des KFG eingehalten werden (zB Lärmwerte, Abgasverhalten). Ob das mit der entdrosselten Version möglich ist kann ich nicht beurteilen. Unterm Strich wirds wahrscheinlich eine Geldfrage sein (Gutachten, Einzelgenehmigung).

habe die Ehre
Ully-Bär

und wenn man die Drosseln wieder einbaut und die dann 46 km/h Bauartgeschwindigkeit reinschreiben wäre es (fast) wurscht.

… nochwas zum Lärm. Wenn man die Drosseln zum Teil wieder einbaut um sie erträglich „laut“ zu machen? Er hätte nämlich ein Angebot mit knapp 50 Euro Versicherung pro Jahr, wenn es ein Motorrad wäre…

Sind die meisten Mopeds nicht als Kleinmotorrad konstruiert und dann gedrosselt? Könnte man dann nicht über den Importeur an irgend eine Bescheinigung kommen, so dass man sich großartige Gutachten sparen kann? Denn irgendwann wird die ganze Geschichte dann unrentabel und es wär besser die Drosseln wieder einbauen und mit roter Tafel etwas mehr Versicherung zahlen.

Das wäre dann genauso die selbe Situation wie jetzt mit 45 km/h Bauartgeschwindigkeit … Der einzige Unterschied liegt dann in der Art der Verwaltungsübertretung …

Entweder Nägel mit Köpfen (sprich Typisierung als Motorrad - in diesem Fall Leichtmotorrad) oder gar nichts.

Zum Thema Auspuff: „Erträglich laut“ gibts im KFG nicht. Die Lärmgrenzen müßen tatsächlich eingehalten werden (Gutachten des technischen Sachverständigen). Nächster Punkt wäre das das Fahrzeug dann wahrscheinlich unverkäuflich wird und die Frage ob sich die Versicherungsprämie wesentlich von einer 125-er unterscheidet.

habe die Ehre
Ully-Bär

… unterscheidet sich gar nicht von der 125er, nur eben sind keine Steuern fällig.

125er hat er daheim. Moped wäre nur in Graz zum pendeln, nur eben sehr hohe Prämie gegenüber Leichtmotorrad. Er sagte was von 130 Euro halbjährlich, weiß aber nicht, ob er schon mehrere Versicherung verglichen hat.

Wenn man sich die Arbeit antut und sie wieder drosselt, dann wärs noch immer gescheiter ein weißes anstatt einem roten Taferl, wegen der Versicherung.

Unverkäuflich ist glaube ich egal. Wenn er dann vom Bahnhof zur Arbeit fährt und er möchte den Job länger haben, könnte er sie fahren bis sie Schrott ist.

Wo könnte man da genauere Informationen bekommen? Händler mit Fachwerkstätte? Importeur? Wo müsste man hin wegen dieser Gutachten?

Alle Informationen dazu gibt es bei der Landesprüfstelle (Landesregierung). Weiters bei einem technischen Sachverständigen für Kfz zB

[url=http://www.oeamtc.at/netautor/pages/resshp/anwendg/1114035.html]http://www.oeamtc.at/netautor/pages/resshp/anwendg/1114035.html[/url]

habe die Ehre
Ully-Bär

… für den Link. Werd ich gleich weitergeben und hoffen, dass es was bringt.

sie wird ihren hochleistungs Yamaha Aerox auch auf Motorrad Typisieren :slight_smile:

lg

… nur muss sie mich dann beraten, was sie alles machen musste.

Die Rieju muss kein Hochleistungsding sein. 1. Priorität ist die günstigere Versicherung und 2. wenn möglich ein wenig schneller und das legal.

Den Aerox gibts aber auch mit 100 ccm, dann ist es eine vernünftige Einkaufstüte auf Rädern.