wer bitte bestimmt was fachleute sind?
Welche kriterien werden bei der beurteilung herangezogen?
bäcker, schlosser, maurer sind auch fachleute, aber nicht jeder ist auch ein meister!
wenn jemand auf dem a1 ring oder sonst wo knieschleifend und wheelisierend seine runden zieht kann er sicher überdurchschnittlich gut motorradfahren. das heisst aber noch lange nicht, dass er selbiges auch vermitteln kann und die gabe besitzt die fehler der anderen zu sehen und darauf einzugehen!
und ich red jetzt net von ideallinien und bremspunkten. ich red von den schwierigkeiten das motorrad motorisch überhaupt einmal in den griff zu bekommen!!
ich kenn einige „profis“ die eben daran gescheitert sind.
so viel zu den gewünschten fachleuten.
allerdings geb ich zu, wennst selber net fahren kannst, was sollst denn dann vermitteln.
und das kommt vor, ich weiss.
ich kenne einige solcher fachleute die in jenen gremien sitzen die für die ausbildung zuständig sind. diesen haben wir unsere prüfungsfragen und andere richtlinien zu verdanken. und sie handeln frei nach dem motto: es kann nur einen geben!
innovative ausbildung, auch fahrlehrerausbildung ist nicht gefragt.
ich habe vor 13 jahren meine ausbildung zum motorradfahrlehrer gemacht. und nur motorrad. ich glaub ich war damals der erste und einzige der so etwas machte und auf dementsprechendes unverständnis stiess dieses vorhaben. das geht net, so wos mocht ma net, so a bledsinn usw. war die reaktion der behörde. tatsache ist, dass man darauf ausbildungsmässig nicht vorbereitet war und auch heute noch nicht ist.
da mein damaliges motorradseminar so ganz und gar nicht meinen vorstellung entsprach, versuchte ich nach ein paar jahren praxis, über meine fahrschule, die einer grossen fs-vereinigung angehört, die fahrlehrer ausbildung zu „modernisieren“ und auf die tatsächlich anfallenden bedürfnisse einzugehen.
die schüler-ausbildung selbst hatte ich ja bei „uns“ schon umgekrempelt.
die reaktion auf mein ansinnen war, dass es kaum bereitschaft seitens der fahrschulen gab und nur vereinzelt bereitschaft der fahrlehrer. obwohl wir ein tolles und ansprechendes konzept vorzeigen konnten. es kost halt was und zeit braucht man auch. und warum für etwas zahlen, wenn´s eh so a geht!
ich hab´ also ganz öffentlich aufgezeigt, dass handlungsbedarf besteht und war willens etwas zu ändern. allerdings NUR ich!
und noch etwas: die schlechte ausbildung lässt sich nicht an hand eines simplen bremstest nachweisen. ich weiss dass das gerne gemacht wird.
aber erstens ist bremsen nicht simpel und zweitens bin ich froh wenn der grossteil nur halbwegs stehenbleiben kann. siehe meinen ersten bericht, womit wir EIGENTLICH zu kämfen haben in den ersten stunden! und ausserdem ist in „meinem“ ausbildungsplan eine gefahrenbremsung aus 70km/h vorgesehen. allerdings kommen da halt nur die halbwegs talentierten in den genuss so etwas zu erleben. von können kann da noch lange nicht die rede sein.und ich muss so etwas auf einer öffentliche strasse machen, weil wo sonst?
lg, werner.