„Am 07.04.2006 habe ich in einem Posting über die Firma Yamaha Rainer, Rainer Kraftfahrzeughandels AG folgende Äußerungen getätigt:
„Vergiss den Rainer … das ist ein Saftladen …. hab dort auch noch keine positiven Erfahrungen gemacht…“.
Ich bedauere diesen emotionalen Ausrutscher und widerrufe diese Äußerungen.
Des Weiteren habe ich in diesem Posting Servicearbeiten mit Tiefstpreisgarantie „allerdings ohne Stempel“ angeboten, was ebenfalls ein Fehler meinerseits war, sodass ich diese Äußerung ebenfalls widerrufe und ausdrücklich in Hinkunft unterlassen werde.
Ich bin nicht berechtigt, derartige Arbeiten anzubieten.
Unterschrift“
für dich, dass es nicht teuer war…
Gruss, jkl
na ja,
Händlerkritik und Pfusch
…
…is sicherlich gut für den ruf der firma…werde meine schlüsse daraus ziehen, danke für die info =)
passiert?
das ist jetzt absolute werbung für die bude, ich nehme mal an da hat jemand seinen rechtsanwalt eingeschaltet. wirklich gute firmen haben das nicht notwendig.
was soll man von einer firma halten deren mitarbeiter an einem tag drei neue motorräder am ring zerstören?
lg
öarp
von dem Tag hab ich auch schon gehört, haben aber schon recht, w enn jemand sagt die sind ein Saftladen obwohl die garkeinen Saft verkaufen, tztztzt
Vielleicht bringt diese Entgegnung auch andere dazu in Zukunft ein bisserl nachzudenken bevor hier völlig ungehemmt jeder subjektive Stuss (oder gar bewusste Meinungsmache) zum besten gegeben wird. In der 1000ps Gebrauchsanweisung wird ohnehin extra darauf hingewiesen. Erlaube mir die Meinung zu haben das es durchaus gerechtfertigt ist jemanden für das was er von sich gibt auch zur Verantwortung zu ziehen. Ist ja überall so warum nicht auch im Netz? Für diejenigen deren Hausverstand nicht reicht mussten ja leider extra Gesetze gemacht werden. Für jene die es nicht wissen: Sowas kostet selten weniger als 5000 (Gerichtskosten + gegnerischer Anwalt+eigener+Entgegnung+Strafe). Ich kenn einen Fall aus der Autobrache (selbes Muster wie hier, jemand schreibt hirnlos einige subjektive, nicht nachvollzieh- oder gar beweisbare Nettigkeiten über einen bekannten Autohändler ins passende Forum) da war der Streitwert sage und schreibe 100.000 Teuros. 32000 waren am Ende fällig.
muß man da auch schon aufpassen…
oder leute aus meinem freundeskreis mit dem händler xyz keine positiven erfahrungen gemacht haben, dann ist das eben so. andere firmen bemühen sich um kunden, und nicht ihre rechtsanwälte.
näxtens wird jemand von einer reifenfirma verklagt, weil er schreibt mit dem reifen XYZ schon zweimal auf der schnauze gelegen zu sein…
so nicht!
lg
öarp
Hallo Leute,
ich denke die Erklärung in den ORF-Foren gibt einen guten Überblick über die derzeitige Gesetzeslage für Meinungsäußerungen im Internet:
„Sie als Verfasser haften für sämtliche von Ihnen veröffentlichte Beiträge selbst und können dafür auch gerichtlich zur Verantwortung gezogen werden. Beachten Sie daher bitte, dass auch die freie Meinungsäußerung im Internet den Schranken des geltenden Rechts, insbesondere des Strafgesetzbuches (Üble Nachrede, Ehrenbeleidigung etc.) und des Verbotsgesetzes, unterliegt. Die Redaktion behält sich vor, strafrechtlich relevante Tatbestände gegebenenfalls den zuständigen Behörden zur Kenntnis zu bringen.“
Im Grunde gelten für das Internet die gleichen Spielregeln wie im realen Leben. Solange dabei nicht bewusst gelogen, beleidigt oder verleumdet wird sind Meinungsäußerungen IMHO nicht strafbar.
Wenn eine Firma gegen mich keine überzeugenderen und von der getätigten Aussage unabhängigen Argumente ( :o) ) in der Hand hat glaube ich nicht das sie mich für diese Äußerungen zu einem Widerruf zwingen könnten.
Gruß
santiago
ist noch „Geschäftsschädigung“, „Herabwürdigung“ und „Kreditschädigung“.
Kostet alles echt Geld wenn man´s ignoriert und an den Falschen gerät.
PS: „glauben“ ist die schwächste Form der Information. Zwischen Rechtsverständnis (was man „glaubt“ bzw. „gewohnt“ ist) und Rechtssprechung (wie die Gestze tatsächlich sind und wie geurteilt wird) klaffen Welten.
Wie das obige Beispiel zeigt ist es eben nicht so.
Das Beispiel mit den Reifen passt eh gut. Stell Dir vor Du gründest eine Firma, steckst Deine ganze Kohle, Zeit und Energie bei vollem Risiko die eigene Existenz zu verlieren rein und entwickelst Reifen. Dein Produkt funktioniert brauchbar und Du kannst mit der Zeit am Markt einen gewissen Anteil für Dich gewinnen. Die Konkurrenz ist groß, die permanente Weiterentwicklung um bestehen zu können geht Dir mit der Zeit spürbar auf die Substanz. Aber Du kämpfst weiter. Plötzlich kommt einer der zweimal auf der Pfeife liegt zum glasklaren Schluss das daran selbstverständlich nur Dein Reifen schuld sein kann. Die Möglichkeit das er eventuell einfach nicht fahren kann ist ja völlig ausgeschlossen. Und dank dem Wundermedium Internet (früher in den alten Medien wurden die auffallend Blöden durch die hohen Kosten meist von vornherein ausgefiltert, ins Netz kann leider jeder Koffer seine Weisheiten absondern) verbreitet er seine Erkenntnis quasi gratis und weltweit. Und kostet dabei eventuell Existenzen bei Dir und Deinen Liefernaten/Partnern. Ohne jemals den Beweis erbracht zu haben das wirklich Dein Reifen schuld war!! Supersache nicht?
Wenn ich überlege was mir schon alles als Sturzursache aufgetischt wurde (Reifen, plötzliches Pendeln, Fahrwerk, Bremsen, Gabeln, Ölspuren, schlechter Asphalt, Schotter, anderer hat geschnitten, schlechte Sicht sogar die Verzerrung beim Blick durchs Plexi hat man mir schon aufs Auge drücken wollen) und bedenke das all die kritisierten Produkte in Millionen anderen Fällen gut funktionieren (wie sonst könnten sie sich am Markt halten?) beschleicht mich der Gedanke das es meist NICHT um „Produktfehler“ sondern blos um die üblichen menschlichen Unzulänglichkeiten (Fahrfehler, Inkompetenz oder gar Unfähigkeit kann ja auf keinen Fall zugegeben werden) geht.
Nicht falsch verstehen. Gerechtfertigte Kritik, sachlich vorgetragen und belegt soll und darf immer sein. Subjektive und unverifizierte Pauschalverurteilungen aber nicht.
Rufmord ist kein Kavaliersdelikt.
Hallo,
Dein Einwand ist sicher berechtigt - ich bin kein Jurist und habe sicher auch nicht vor einer zu werden. Persönlich sind mir die Gesetze in diesem Zusammenhang trotzdem relativ egal weil ich unabhängig davon sowieso immer versuche andere so zu behandeln wie ich selbst gerne behandelt werden möchte.
Jeder der schon mal mit der Justiz zu tun hatte weiß das Gerichte für Urteile und der liebe Gott für Gerechtigkeit zuständig sind. Das Recht auf freie Meinungsäußerung lasse ich mir aber trotzdem nicht nehmen und wenn ich mit einer Firma nicht zufrieden bin erlaube ich mir weiterhin dies in Form zu posten welche ich vor mir selbst verantworten kann.
Oder soll eine gesetzeskonforme Meinungsäußerung in Zukunft vielleicht so aussehen:
Ich habe mir 1998 ein neues Motorrad vom Typ xxxxxx beim Händler xxxxxx gekauft und nachdem ich sie vom Händler abholte bemerkte ich zu Hause nach 5km Fahrt eine starke Undichtigkeit am Öltank. Diese wurde dann vom Händler xxxxxx auf Garantie repariert aber da Flüssigkeiten nicht von der Garantie gedeckt werden musste ich für das Öl bezahlen. Rein theoretisch könnte dies auch eine Schlamperei beim Auslieferungsservice gewesen sein und der Händler xxxxxx wäre ein ganz toller Hecht wenn er die Kosten fürs Öl auf Kulanz übernommen hätte. Wenn nicht ist aber auch überhaupt kein Problem weil ich will ja nichts Schlechtes über den Händler xxxxxx sagen und mich nochmals für alle Unannehmlichkeiten entschuldigen welche ich durch meine Reklamation verursacht habe.
:o)
Gruß
santiago
Hallo,
wenn Du das zu 100% durchziehst wäre es der Tod aller Foren im Internet weil wir alle nur Meinungen haben und diese nicht immer beweisen können und es auch nicht müssen.
Der schlechte Ruf einer Firma/eines Produktes kommt niemals von einer verleumderischen Meinung alleine weil es gerade im Internet in diesem Fall immer genügend korrigierende Stimmen zufriedener Kunden gibt.
Wenn diese allerdings ausbleiben kann man dann natürlich immer noch mit rechtlichen Mitteln arbeiten - so im Sinne gewonnene Prozesse statt gewonnene Kunden :o)
Gruß
santiago
deinem letzten absatz vollinhaltlich an, ich versteh schon die problematik und wie du richtig meinst, ist durch das internet und die rasche, ungeprüfte verbreitung von informationen sehr viel blödsinn unterwegs, nur: ein produkt wird nicht durch einen (!!) guten testbericht ein renner, genauso wie es nicht durch eine negative meinung (berechtigt oder nicht, egal), zum flop wird.
wenn du hier länger mitliest, wirst du merken es gibt unternehmen mit guten kritiken (etwa jetzt der wimmer), das passt. dann gibts unternehmen, die eigentlich immer negative schlagzeilen haben. anstatt geld für anwälte in die hand zu nehmen, solltens lieber nachdenken, was da nicht stimmt, also das forum als feedback verstehen.
firmen investieren so wahnsinnig viel geld ins marketing, was schlicht und einfach heisst sie manipulieren meinungen. deshalb sollten sie es auch verkraften, wenn in einem forum jemand nicht jubelt über seiner meinung nach mieses service. den betroffenen user hab ich übrigens mal kennengelernt, hat auf mich nicht den eindruck eines querulanten und raunzers gemacht.
lg
öarp, zufriedener kunde von ossimoto, zweirad wimmer und 2-rad börse (jawohl!)
jeder halbwegs vernünftige mensch weiss doch heute, dass das internet diesbezüglich nur der verlängerte wirtshaustisch ist.
und ebenso wenig, wie du jeden wirtshauslügner verklagen kannst, wirst du auch nicht jeden lügner im netz verklagen können.
wenn eine firma, ein produkt oder eine leistung in ordnung ist, dann erkennt das die große masse schon. auch wenn mal einer ungerechtfertig dagegen spricht.
der einsatz der gerichtsbarkeit hingegen bringt dem kunden keinen nutzen.
lg,
hubert
2 wesentliche Dinge.
.) Eine Diskussion am Stammtisch hat nie den Verbreitungsgrad des Internetz.
.) Bei einem pers. Gespräch hat der Zuhörer die Möglichkeit den Sprecher nicht nur auf Grund seiner Aussage sondern auch anderer Eindrücke zu beurteilen (Körpersprache, Alter, Geschlecht, Gestik, Mimik usw.) Im Netz weißt Du nie ob Du es mit einem echten Fachkapazunder, einem gekauften Meinungsmacher oder blos einem in der Begeisterung nach seiner ersten Ausfahrt dahinpubertierenden 17 Jährigen zu tun hast.
Wie stark dieser Effekt ist läßt sich daran ablesen das Konzerne bereits darauf zurückgreifen. Es werden Studenten nach entsprechender Schulung dafür bezahlt in Foren Meinung zu machen. Auch die Politik nützt dies vor Wahlen (Beispiel Steiermark im Frühjahr. Die SPÖ Landeszentrale war dämlich genug Ihre Mitglieder schriftlich dazu aufzufordern!).
Des Pudels Kern liegt darin das wir Aussagen stark danach bewerten aus welcher Quelle sie stammen. Kommt sie aus „unabhängiger“ Quelle wird sie höher gewichtet. Blöd nur das man immer öfter nur glaubt die Quelle sei unabhängig.
Hallo,
viel mehr als gekaufte Studenten in Foren stören mich gekaufte Journalisten und die enge Verknüpfung zwischen der Wirtschaft (Inserate) und den Printmedien.
Sorry aber Du selbst machst ja auch genau das Gleiche was Du bei anderen kritisierst. Das soll jetzt kein Vorwurf sein aber ich wette Du bist kein Roter und postest deswegen ein Beispiel welches in Dein politisches Weltbild passt. Genauso könnte ich sagen dass alle Leute die das Wort „Gruselbauer“ verwenden von den Schwarzen gekauft sind :o)
Gruß
santiago