Der Tod und das Motorrad

Die Beschäftigung mit dem Tod war durch Allerheiligen bedingt und ich hab mich da anscheinend bei einigen ordentlich in die Nesseln gesetzt. Gut so :smiling_face:

Da nicht aller Tage Allerheiligen ist, verspreche ich in Zukunft auch wieder Geschichten zu posten, die über die schönen Seiten von Motorradfahren berichten.

So jetzt hab ich mit dem Tod auch abgeschlossen, immerhin beginnt übermorgen der Fasching,
eveleddie

 
weyl Der Bleedsdinn, is bei mir eh as Ganze Joahr :wink: :grin: :grin:
 
Lg Pg

… eppa weu er dich kennt vom, hörensagen ??? :grin: :grin: :grin:

Dere OIDA !

Natürlich muss ich mich nach Eurem Feedback über meinen Text einmal melden. Übrigens danke dafür.

Im Grossen und Ganzen gebe ich Euch Recht. Auf Touren denk ich natürlich auch nicht an den Tod. Und ich steigt selbstverständlich NICHT auf das Motorrad um zu sterben. Da sind wir dacor.

Erlauben wir jedoch dem Tabuthema „Tod“ Eingang in die Diskussion, ist es unumstritten, dass es auf mehreren Ebenen Einfluss ausübt:

1.) Bei vielen Tätigkeiten wagen wir uns und riskieren unser Leben. Ob Motorradfahren, Bergsteigen oder auch auf den „Weg in die Lottoannahmestelle“. Unbestritten ist jedoch auch, dass es bei unterschiedlichen Tätigkeiten auch unterschiedliche Risikowahrscheinlichkeiten gibt. Motorradfahren wird vor allem von der Gesellschaft als überaus risikoreich eingestuft - „Organspender“, „Todesengel“ ect. werden wir genannt - also ganz klar mit dem Tod in Verbindung gesetzt.

2.) Wenn uns „die Gesellschaft“ oftmals auch feindselig als „verrückt“ bezeichnet. Sieht das bei unseren Angehörigen schon etwas anders aus. Sorry, falls sich da meine Frau von den Euren unterscheiden sollte, aber vor einer Tour verrät allein ihr Blick ein „Fahr bitte vorsichtig“ oder „Komm bitte gut nach Hause“. Warum kann ich das nicht in ihren Augen lesen, wenn es zum Einkaufen oder in den Park geht? Es ist ihre Angst vor - ja, meinem Nichtwiederkommen - darf ichs Tod nennen?

3.) Und jetzt wirds eigentlich interessant: Kokettieren wir nicht gerade mit diesem höheren Risiko beim Motorradfahren? Macht nicht gerade das uns zum „Wilden Hund“, zum „mutigen Grenzgänger“? Hätte Motorradfahren denselben Reiz, wäre es so „sicher“ wie z.b. Fernsehen? Mein Gefühl sagt nein. Und das ist meiner Meinung auch der Grund, warum in dem Artikel von „derStandard“ - „der Tod das Bergsteigen interessant macht“

4.) Jeder Teilnehmer eines Lawinenkurses möchte sich Wissen aneignen, um nicht in der Lawine umzukommen - hat also Angst vorm Tod. Jeder Kletterer verwendet Sicherungstechniken, die ihn vor dem Tod schützen sollen. Jeder Teilnehmer eines Motorradfahrsicherheitstraining möchte seine Fähigkeiten verbessern, um die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls - Tod? - zu optimieren. Tod gilt es daher nicht als „schwarzen Gedanken“ wegzuschieben, sondern ihn positiv als Ratgeber unseres Handelns anzunehmen.

All dies widerspricht nicht sehr Euren Meinungen über das Thema „Der Tod und das Motorrad“. Auch wenn der „Tag meines Ablebens bereits in einem großen Buch geschrieben stünde“, ich würde trotzdem einen Sturzhelm tragen, damit ich dieses Datum auch einhalten kann. :wink:

Liebe Grüsse aus dem Salzkammergut,
Dieter

nicht zu leugnen, es ist aber auch Tatsache, dass man im Salzkammergut einen anderen (Mentalen) Zugang zum Tot praktiziert als in anderen Landesteilen. Siehe Beinhaus Hallstatt oder den Ausdruck „Goisererkrawatte“
nicht überall stößt man mit dieser Ansicht auf Gegenliebe!

zurück zum artikel:

wie übeeeeeeeeeeeeeeeel! ist zwar gut geschrieben und jetz sieht man mal einen anderen blinkwinkel,aber ich würde jetz einfach behaupten, dass 99% der Leute nicht „den tod einfach nur von der schippe springen“ wollen, sondern andere ziele: bspw. spass verfolgen!

nicht von der Hand weisen, dass wir sehr oft keine Schuld tragen, wie eben der im Unfallkrankenhaus salzburg an seienVerletzungen erlegene Motorradfahrer, der von eine zwanzigjährigen (jetzt haben auch die jungen schon probleme mit dem sehen) beim abbiegen übersehen wurde.