antwort: was lernt ma eigentlich in der fahrschule

Hallo Werner,

das Thema scheint dich ja voll mitzunehmen :slight_smile:

Zu den Fachleuten:
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Die von dir ins Treffen geführte Fähigkeit Inhalte zu vermitteln, stellt sich in vielen Fällen in der praktischen Ausbildung wie folgt dar:
1.) Endlose Fahrzeugerkärung (as time goes bye)
2.) Probierst es halt ein mal (try and error)
3.) Erster Bodenkontakt (krash boom bang)
4.) Reaktion des FL: was hat denn da schon wieder gmacht! (Gott selbst spricht zu uns)

Vergleich: Wenn ein Mathematiklehrer selbst nicht in der Lage ist eine bestimmte Rechneaufgabe zu lösen, wie soll er es dann zustande bringen seinen Schülern einen Lösungsweg zu vermitteln. Nichts anderes sollte mein Beispiel mit dem Bremstest aussagen.

Die Krux liegt sicherlich darin, dass die Ausbildung der Fahrlehrer im A-Bereich ein absoluter Witz ist: „ich kenne einige solcher fachleute die in jenen gremien sitzen die für die ausbildung zuständig sind. diesen haben wir unsere prüfungsfragen und andere richtlinien zu verdanken. und sie handeln frei nach dem motto: es kann nur einen geben! innovative ausbildung, auch fahrlehrerausbildung ist nicht gefragt.“, Zitat redlway.

Ob ein Fahrlehrer das Reich der Unwissenheit verlässt hängt ganz alleine von ihm selbst ab. Und offen gesagt kenne ich nur sehr wenige, die sich Gedanken darüber machen wie sie den Leuten das Fahren beibringen und es dann schaffen das auch im Unternehmen durchzusetzen.
Der Großteil sieht die Sache als Job. Sie tun wie ihnen geheissen, und was ihnen geheissen ist leider Schrott.

LG, Michael

aber ich weis ja nicht was du gelernt hast od.ob du noch in die schule gehst.
meine erfahrung ist (was ich in der berufschule gelernt habe ist zum vergessen) die praxis sieht anders aus und das ist der mangel an fahrschulen.
abc fertig wie eine fabrik und nicht realitätsbezogen.
gruß WM

…mir auf jeden Fall durchlesen. Hast du vielleicht den Link dazu?

sieh einfach nur ein paar zeilen weiter oben nach.
konversation zw. #michael und mir.

lg, werner.

ich hab´ schon einiges gelernt in meinem leben und ich lerne noch immer, obwohl ich schon lange keine schule mehr besuche.
in meinem alter heisst das seminar.

auch habe ich gelernt, dass die praxis immer anders aussieht als die theorie. aber ohne theorie gäbe es auch keine praxis.

und wenn in der fahrschule nur das gelehrt werden würde, was praxis ist, dann würde wohl kaum jemand die prüfung bestehen, weil das im prüfungsprotokoll (und das kommt vom staat!) nicht vorgesehen ist. also kann ich schüler nur lt. lehrplan (wird uns auch vorgeschrieben) ausbilden!
oder soll ich im vielleicht beibringen, dass stoptafeln eh nur dastehen, damit etwas mehr farbe in unseren strassenverkehr kommt?
oder wenn die ampel schon „kirschgrün“ zeigt, noch eh locker drüberzischen kann, weil die ander eh aufpassen - die, die den theoretischen vertrauensgrundsatz kapiert haben und anwenden?
oder dass ma den blinker eigentlich eh net braucht, weil selber weiss man eh immer (meist) wo man hinfahren will und was geht das bitte die andern an?
liste lässt sich beliebg fortsetzen…

das ist die traurige realität!

lg, werner.

autos is net anders, nur da sitzt daneben und hast alle eingriffsmöglichkeiten. gas, bremse, kupplung!
am motorradl kannst nur zuschauen wie´s in die botanik geht…

und woher solln´s denn wissen wie ein motor funktioniert, wenn´s daham statt der stangl-puch nur an joy-stick haben.

viel spass beim selberfahren!

lg, werner.

Leider hab ich da wohl am Anfang die falsche Fahrschule erwischt. Hab dann aber eh gewechselt.
Ich musste 4 mal 4 Stunden mit so 5 bis 6 Leuten am Parkplatz fahren. Also, dass uns die Leute nicht auf die Straße lassen haben, bis sie sicher waren, wir packen das fand ich schon ok. Aber wäre es Einzelunterricht gewesen, dann wär ich sicher mit weniger STunden ausgekommen… Hab ja auch einen dieser „Kurse“ nicht gezahlt, weil ich scheinbar klar machen konnte, dass eindeutig zuviele Leute unterrichtet wurden.
Vorallem, war alle 20 Min ein anderer Lehrer bei uns.

PS: War auch blutige Anfägerin, hatte aber die Geduld soviele Stunden zu nehmen, bis ich wirklich halbwegs sicher durch den Stadtverkehr fahren konnte. Aber das geht dann schon auch gewaltig ins Geld. :frowning:

Lg Vampi

„Ich musste 4 mal 4 Stunden mit so 5 bis 6 Leuten am Parkplatz fahren“
genau das ist es was ich kritisiere, als unseriös, weil es einem abkassieren gleichkommt,
als uneffizent und als unpersönlich!
darum gibt´s bei mir nur einzelunterricht.
lg, werner.



Aber ich hab meine Lektion gelernt. Und die lautet: groß und bekannt =! gut.

War nachher in einer kleineren Fahrschule Familienbetrieb, und nachdem ich dort meinen Schein fertig gemacht habe, haben 3 Leute aus meinem Bekanntenkreis auch dort den A-Schein nachgeholt. Bei allen hatts super geklappt.

Lg Vampi

nicht gerade „klein“, aber es kommt immer auf die einsatzbereitschaft des einzelnen darauf an.
und im bereich motorrad sind wir halt sehr engagiert.

knitterfreie ausfahrten weiterhin,
werner.

…Thread?..

[url=http://www.1000ps.at/forum/fb.asp?m=573620]http://www.1000ps.at/forum/fb.asp?m=573620[/url]




den.

bin deiner meinung!Ich selbst hatte keine ahnung! Bin nie Moped gefahren! Die ersten Fahrstunden sind rein dafür drauf gangen dass ich die angst verlier dass mir das radl umkippt! Bis ich einmal Vertrauen zum Radl gewonnen hab, hat lang dauert!
Grüße Sailom

ich weiss, dass am anfang net mehr geht und ich bemüh mich halt dann, jeden einzelnen dort hinzuführen wo motorradfahren spass macht.
weil es mir selbst spass macht!
auch aussrhalb meines „dienstes“ versuch mein wissen weiterzugeben. dem, der es halt wissen will! bin halt gern „instruktor“. nicht nur wegen des geldverdienens!

angst vorm radl is schlecht, respekt ist besser.

weiterhin knitterfreie überholvorgänge von roten und andersfärbigen taferln wünscht,
werner.

WAS in Gottes Namen ist Randsteinklettern ?!?!?
Bei mir ist die Fahrschule schon einige Zeit her, doch an DAS kann ich mich nicht erinnern…

LG Breitfuss

sie es mit dir auch nicht gemacht haben, die pylonenjollys! (schmeichelnder ausdruck für fahlehrer von verständnisvollem #michael!)

kletterkurs für biker:
vorderrad steht am randstein an und nun versucht man mit gleichzeitiger betätigung von gas und kupplung die „hürde“ zu bezwingen.
ohne dabei das motorrad abzuwürgen, weil zu wenig drehzahl und kupplung einfach losgelassen;
oder in die botanik zu schiessen, weil zu viel drehzahl und kupplung „fliegen“ gelassen und noch dazu nicht rechtzeitig wieder gas weg und kupplung gezogen.
klingt einfach, isses aber nicht! für viele nicht!
zum glück stehen wir da ja daneben und haben einen finger am „notaus“.

viel spass beim üben.

lg, werner.

Ja hast eh recht! Hab bei der ersten Fahrschule einen super Lehrer gehabt. Aber den hatte ich auch erst beim letzten Kurs. Hab dann darauf bestanden, dass ich nur mehr bei dem Motorradstunden habe. Irgendwie kommts auch darauf an, ob sich der Lehrer auf dich einstellen kann. Weil ich glaub leicht habts ihrs nicht. Jeder will mit an anderen Schme anpackt werden.

Wünsch dir aber auf jeden Fall auch weiterhin die Nerven, um deinen Job gut machen zu können.

für die Auskunft. Weiß zwar nicht wirklich, WAS damit trainiert soll (ruinier nicht so gern meine Reifen und/oder Marchesini-Felgen an Granitrandsteinen). Nehme aber mal an, daß das Gefühl für Zusammenspiel Gas/Kupplung/Bremse damit trainiert werden soll.
Wems hilft, wieso nicht.<br>Zum Thema Pylonenjollys kann ich nur sagen, daß ich selber über einen längeren Zeitraum verzweifelt versucht habe, meiner Ex-Freundin etwas "forciertere" Fahrweise beizubringen (allerdings nicht einen suizidverdächtigen Modus).<br>Also, ICH hab dann irgendwann aufgegeben.
Deswegen: „respect“ vor den Herrschaften. Und auch wenn sie einmal nicht JEDEM ALLES beibringen…Ich denk` mal jeder ist für sich selbst verantwortlich, inwieweit er sich zutraut, ein Motorrad im öffentlichen Straßenverkehr zu bewegen, Deckel hin oder her…Das finde ich, betrifft auch die „Weiterbildung“ auf der Straße bzw. Rennstrecke oder wo auch immer.

LG Breitfuss

…durchgelesen und habe jedoch nichts entnehmen können, dass du einmal bei uns Fahrlehrer warst.

„wir“ sind eh männer ohne nerven, also können wir sie gar nicht verlieren.

schönen tag noch,
werner.